NEW YORK (dpa-AFX) - Nach der Erholungsbewegung am Vortag dürften sich die US-Börsen am Mittwoch zum Handelsstart stabil zeigen. Nach den Vorschusslorbeeren warten die Anleger erst einmal ab, ob es in den kommenden Tagen tatsächlich zu einer weiteren Gesprächsrunde zwischen den USA und dem Iran kommt.

Hoffnungen darauf hatten die Börsen am Dienstag nach den ergebnislos gebliebenen Gesprächen am Wochenende angetrieben. Positive Impulse könnten von Quartalsberichten ausgehen, denn nach bereits erfreulichen Zahlen, etwa von Goldman Sachs und der Citigroup, legten nun Bank of America und Morgan Stanley nach.

Der Broker IG taxierte den Wall-Street-Index Dow Jones Industrial rund eine Stunde vor dem Börsenauftakt 0,1 Prozent höher bei 48.578 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 , der sich tags zuvor wieder deutlich seinem Ende Januar erreichten Jahreshoch und damit auch seinem Rekordhoch von Ende Oktober angenähert hatte, gab um 0,1 Prozent auf 25.830 Punkte nach.

Wie US-Präsident Donald Trump dem US-Fernsehsender Fox News sagte, glaubt er an ein kurz bevorstehendes Ende des Kriegs im Iran. Der "New York Post" hatte er zuvor gesagt, dass in Pakistan "in den nächsten zwei Tagen etwas passieren könnte", ohne jedoch weitere Details zu nennen. Dort war am Wochenende die erste Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran ohne Ergebnis zu Ende gegangen.

Unbestätigten Medienberichten zufolge könnte bereits an diesem Donnerstag ein weiteres Treffen folgen. Gegen eine schnelle weitere Verhandlungsrunde in Islamabad spricht, dass Pakistans Premierminister aktuell für mehrere Tage in andere muslimische Vermittlerstaaten reist.

Unter den Einzelwerten in den USA legten die Aktien von Bank of America vorbörslich um 1,0 Prozent und die von Morgan Stanley um 2,4 Prozent zu. Beide überzeugten mit ihren Quartalsberichten. So verzeichnete Bank of America unerwartet hohe Zinseinnahmen. Morgan Stanley übertraf mit den Erträgen im Aktienhandel die durchschnittlichen Analystenschätzungen.

Die Papiere des Finanzdienstleisters Robinhood gewannen 7,4 Prozent. Die US-Börsenaufsicht SEC gab grünes Licht für weitreichende Änderungen von Beschränkungen für das Daytrading von Kleinanlegern, was von Retail-Brokern begrüßt wurde.

Für Snap ging es um 6,8 Prozent nach oben. Das Socialmediaunternehmen streicht 16 Prozent seiner Stellen und will mit Künstlicher Intelligenz (KI) Prozesse beschleunigen sowie die Profitabilität verbessern.

Broadcom erweitert seine KI-Partnerschaft mit Meta . Zudem baut Gitlab die Zusammenarbeit mit Google Cloud zur Unterstützung von KI-Agenten aus. Während die Aktien des Halbleiter- und Softwareunternehmens Broadcom um 2,3 Prozent stiegen und Meta 0,4 Prozent gewannen, ging es für Gitlab um 6,2 Prozent hoch./ck/he

Quelle: dpa-Afx