PRAG/BUDAPEST/WARSCHAU (dpa-AFX) - Die wichtigsten Aktienmärkte in Mittel- und Osteuropa haben am Donnerstag erneut mehrheitlich zugelegt. Allerdings ging es an der Warschauer Börse nach den klaren Vortagesgewinnen etwas nach unten.
Die europäischen Märkte verarbeiteten die Zinsentscheidung der US-Notenbank (Fed) vom Vorabend, bei der die Spanne für den Leitzins wie erwartet bei 0,0 bis 0,25 Prozent belassen worden war. Fed-Chef Jerome Powell sagte allerdings, dass bereits bei der Sitzung im November ein Zurückfahren der Anleihenkäufe beschlossen werden könnte. Zudem sei die Hälfte der Gremiums-Mitglieder der Ansicht, dass der Leitzins schon im kommenden Jahr angehoben werden sollte.
Etwas Beruhigung hatte es zuletzt rund um den von Finanzproblemen geplagten chinesischen Immobilienkonzern Evergrande gegeben. Wie das Unternehmen mitteilte, hat man sich mit Gläubigern mit Bezug auf eine anstehende Zinszahlung geeinigt. Am Donnerstag aber gab es kurzzeitig einen Rücksetzer, nachdem das "Wall Street Journal" gemeldet hatte, dass China seine lokalen Autoritäten aufrufe, sich auf eine mögliche Pleite von Evergrande vorzubereiten.
Der tschechische Leitindex PX
An der Warschauer Börse sank der polnische Leitindex Wig-20
Nach dem klaren Kursplus bei Jastrzebska Spolka Weglowa von fast 10 Prozent am Vortag gaben die Titel des Bergbaukonzerns nun um 3 Prozent nach. Mit Verlusten zeigten sich zudem die Aktien der in der Ölbranche tätigen Unternehmen Tauron
In Moskau legte der RTS-Index
Quelle: dpa-Afx