WIEN (dpa-AFX) - Der Wiener Aktienmarkt hat am Freitag an die Erholungsrally zur Wochenmitte angeknüpft. Nachdem am Mittwoch die Ankündigung eines Waffenstillstands zwischen den USA, Israel und dem Iran einen Kurssprung ausgelöst hatte, kamen zum Wochenausklang Hoffnungen auf Fortschritte in den Verhandlungen im Ukraine-Krieg hinzu. Ein führender ukrainischer Verhandlungsvertreter äußerte sich gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg optimistisch zu den Gesprächen.
Vor diesem Hintergrund stieg der ATX
Wie Bloomberg berichtete, sieht Kyrylo Budanow, der führende ukrainische Verhandlungsvertreter gegenüber Russland, Fortschritte in Richtung eines möglichen Friedensabkommens mit dem Kreml. In dem Interview, das bereits am 4. April geführt worden war, zeigte er sich zuversichtlich, dass eine Beilegung des Krieges nicht mehr lange auf sich warten lassen könnte.
Mit Blick auf den Nahen Osten warfen sich die Regierungen in Washington und Teheran am Freitag gegenseitig vor, die seit zwei Tagen geltende Waffenruhe zu verletzen. Die Vorwürfe überschatten die ersten geplanten Friedensgespräche in dem Krieg, die am Samstag in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad beginnen sollen. Jedoch hielten sich die Ölpreise auf dem vergleichsweise niedrigen Niveau der Vortage, wodurch die Inflations- und Konjunktursorgen nicht weiter angeheizt wurden.
RBI springen fast elf Prozent hoch
Nachgefragt waren in Wien Werte, die von Frieden und einem Wiederaufbau in der Ukraine profitieren könnten. RBI
Größte Verlierer im ATX waren hingegen die OMV
Neben Analystenkommentaren rückte bei der OMV auch eine Personalentscheidung in den Fokus. So wurde die Irin Emma Delaney als neue Chefin des Ölkonzerns vorgeschlagen.
Rosenbauer nach Zahlen und Addiko nach Übernahmeangebot im Plus
Außerhalb des Leitindex zogen Rosenbauer
Im Telekomsektor gewannen Telekom Austria
Für EuroTeleSites setzte die Erste-Expertin hingegen ihr Kursziel von 5,90 auf 5,35 Euro herab, hielt aber ihre "Accumulate"-Empfehlung bei. EuroTeleSites schlossen unverändert bei 4,52 Euro.
Um knapp zwölf Prozent auf 27,50 Euro nach oben ging es für die Addiko-Anteile. Nachdem die RBI ein Übernahmeangebot vorgelegt hatte, zog die slowenische Bank NLB nach. Sie kündigte am Donnerstagabend ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot von 29,00 Euro je Aktie in bar an./spa/ste/APA/men
Quelle: dpa-Afx