FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Bundesanleihen haben am Mittwoch bis zum Mittag im Kurs etwas nachgegeben. Der richtungsweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future fiel zuletzt um 0,03 Prozent auf 174,31 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen betrug minus 0,36 Prozent.

Deutlichere Kursabschläge mussten britische Staatsanleihen hinnehmen. Auslöser waren neue Inflationsdaten: Im November markierte die Teuerung mit 5,1 Prozent den höchsten Stand seit zehn Jahren. Die Bank of England könnte daher an diesem Donnerstag mit einer geldpolitischen Straffung reagieren. Dagegen spricht jedoch die hohe Ungewissheit über den Fortgang der Corona-Pandemie wegen der Omikron-Variante. Beobachter sind sich nicht sicher, wie die Notenbank reagieren wird - zumal sie vor der letzten Sitzung Zinserhöhungserwartungen geschürt und diese dann enttäuscht hatte.

Zur Wochenmitte steht die US-Geldpolitik im Mittelpunkt. Am Abend verkündet die Notenbank Federal Reserve ihre Zinsentscheidung. Es wird damit gerechnet, dass die Fed auf die hohe Inflation reagiert und den bereits begonnenen Ausstieg aus ihrer extrem lockeren Geldpolitik beschleunigt. Mit Spannung wird zudem erwartet, ob die Währungshüter raschere Zinsanhebungen in Aussicht stellen. Zuletzt war die Teuerung so hoch wie seit 39 Jahren nicht mehr./bgf/jha/

Quelle: dpa-Afx