FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Bundesanleihen haben am Dienstag etwas zugelegt. Der richtungweisende Euro-Bund-Future
Sehr schwache Konjunkturdaten stützten die Anleihen ein wenig. Die Konjunkturerwartungen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) für Deutschland und für die Eurozone sind im März regelrecht eingebrochen. "Die Eskalation im Nahen Osten treibt die Energiepreise massiv nach oben und sorgt für steigenden Inflationsdruck", erklärte ZEW-Präsident Achim Wambach. Die Finanzmarktexperten seien skeptisch, dass es zu einem schnellen Ende des Konflikts kommen werde.
Die erneut gestiegenen Rohölpreise bewegten die Anleihen kaum. Zuletzt hat der Iran seine Angriffe auf die Energieinfrastruktur im Persischen Golf verstärkt. Die Angriffe Teherans intensivieren sich zu einem Zeitpunkt, an dem sich Sorgen vor Lieferengpässen verstärken, während der Krieg im Nahen Osten in seine dritte Woche geht.
Die gestiegenen Ölpreise schürten zuletzt Inflationsgefahren. Dies könnte dazu führen, dass die Europäische Zentralbank (EZB) doch noch in diesem Jahr ihre Leitzinsen anheben wird. An diesem Donnerstag wird jedoch noch keine Änderung erwartet. Aussagen von EZB-Präsidentin Lagarde könnten jedoch den Markt bewegen.
"Anleger werden weiter die Entwicklungen im Nahen Osten abwarten und sich taktisch zunehmend auf die zahlreichen bevorstehenden Zentralbankmeetings positionieren", schreiben Experten der Dekabank./jsl/men
Quelle: dpa-Afx