FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Staatsanleihen haben am Montag etwas nachgegeben. Der richtungweisende Euro-Bund-Future sank um 0,06 Prozent auf 124,19 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 3,15 Prozent.

Dominiert wurde der Anleihemarkt erneut durch das Geschehen am Rohölmarkt. Zu Handelsbeginn waren die Anleihekurse noch stärker unter Druck geraten, da die Ölpreise erneut merklich gestiegen waren.

Diese schüren die Inflations- und Zinserwartungen. Eine Öffnung der Straße von Hormus ist weiterhin nicht in Sicht. US-Präsident Donald Trump droht mit einer Wiederaufnahme des Krieges gegen den Iran. Der US-Verbündete Israel stellt sich bereits auf einen möglichen Neubeginn der gemeinsamen Angriffe im Iran ein. Ein iranischer Militärsprecher warnte laut Nachrichtenagentur Tasnim, jede neue "Torheit" der USA werde "noch vernichtendere und schwerere Schläge" zur Folge haben.

Am Nachmittag gaben die Ölpreise ihre Gewinne zeitweise ab und die Anleihekurse erholten sich. Spekulationen auf eine Annäherung zwischen dem Iran und den USA waren der Auslöser. Ein iranisches Medienunternehmen berichtete, die Vereinigten Staaten hätten eine vorübergehende Aussetzung der Sanktionen gegen das iranische Öl vorgeschlagen. Dies war eine zentrale Forderung Teherans für die Zustimmung zu einem Friedensabkommen und die Wiederöffnung der Straße von Hormus. Die Wirkung hielt jedoch nicht lange an und die Anleihekurse gaben wieder nach./jsl/he

Quelle: dpa-Afx