FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat sich am Donnerstag etwas von seinem Kurssturz nach dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed erholt. Die Gemeinschaftswährung wurde im frühen Handel zuletzt zu 1,1521 Dollar gehandelt und damit etwas höher als am Vortag. Im Anschluss an die Zinsentscheidung unter dem neuen Fed-Chef Kevin Warsh war der Euro am Mittwochabend um mehr als einen Cent abgerutscht und zeitweise unter die Marke von 1,15 US-Dollar gefallen.

Wegen der Energiekrise und Inflationssorgen infolge des Iran-Kriegs rührte die Fed ein weiteres Mal den Leitzins nicht an. Der Zentralbankrat stimmte geschlossen für eine erneute Zinspause. Unter dem neuen Fed-Chef Kevin Warsh gab es damit nicht die von US-Präsident Donald Trump geforderte Zinssenkung, was den Dollar entsprechend stützte. Zudem rechnet die Fed für das laufende Jahr mit einer deutlich höheren Inflation als bislang.

"Das Statement der Notenbank und die Äußerungen des neuen Fed-Chefs Warsh lassen darauf schließen, dass in den kommenden Monaten mit einer Zinsänderung zu rechnen ist", schreiben die Experten der Helaba in ihrem Morgenkommentar. Interessant sei der Blick auf die neuen Leitzinsprojektionen: Demnach halte die überwiegende Mehrheit der Mitglieder im Fed-Entscheidungsgremium bis zum Jahresende unveränderte oder höhere Zinsen für gerechtfertigt. Dies stehe im Gegensatz zu der letztmalig erhobenen Projektion im März, als noch von einer Zinssenkung ausgegangen worden sei./stk/stw

Quelle: dpa-Afx