NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro hat am Freitag seine Vortagsgewinne behauptet. In New York kostete die Gemeinschaftswährung mit 1,1575 US-Dollar ebenso viel wie im europäischen Nachmittagshandel. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,1567 (Donnerstag: 1,1537) Dollar festgesetzt und der Dollar damit 0,8645 (0,8667) Euro gekostet.

Am Donnerstag hatte die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, ein Abkommen mit dem Iran könnte bereits an diesem Wochenende unterzeichnet werden, für eine allgemein freundliche Stimmung an den Finanzmärkten, sinkende Ölpreise und einen steigenden Eurokurs gesorgt. Auch laut jüngsten Aussagen der pakistanischen Regierung, die zwischen den Konfliktparteien vermittelt, haben sich Vertreter aus Washington und Teheran über ein Abkommen verständigt. Irans Außenminister Abbas Araghtschi bestätigte, dass ein Abkommen zum Greifen nah sei.

Die gesunkenen Ölpreise stützten den Euro, da die Eurozone im Gegensatz zu den USA über keine größeren Ölreserven verfügt. Zudem war die Weltleitwährung Dollar weniger gefragt.

Analysten der Dekabank warnten indes, dass die Euphorie mit Blick auf einen Frieden im Nahen Osten Risiken berge. Das im Juni besser als erwartet ausgefallene Verbrauchervertrauen der Universität von Michigan half dem Dollar nicht./jsl/gl/men

Quelle: dpa-Afx