FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro
Die weiterhin freundliche Stimmung an den Finanzmärkten stütze den Euro. Es dominiert aktuell die Hoffnung auf einen baldigen Frieden im Nahen Osten. Eine Einigung über ein Ende des Kriegs mit dem Iran ist nach Einschätzung von US-Präsident Donald Trump in den kommenden Tagen möglich. Damit verbunden ist die Aussicht auf deutlich sinkende Ölpreise und folglich auf ein Abflauen der Inflationsängste.
Allerdings drohte Trump dem Iran in einem Interview des Senders PBS erneut: Falls es keinen Deal gebe, müsse man wieder damit anfangen, den Iran "in Grund und Boden zu bombardieren". Der Iran wies Berichte über eine bevorstehende Einigung als überzogen zurück. Ein US-Verhandlungsvorschlag werde geprüft. Der Sender CNN berichtete, der Iran werde den pakistanischen Vermittlern voraussichtlich heute seine Antwort dazu übergeben.
Derweil gab es für die angeschlagene deutsche Industrie einen kleinen Hoffnungsschimmer: Im März zog der Auftragseingang im Monatsvergleich stark an. "Die deutsche Industrie hat im ersten Kriegsmonat überraschend deutlich mehr Aufträge erhalten, auch wenn man die stark schwankenden Großaufträge herausrechnet", sagte Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. Doch der Einbruch von Stimmungsindikatoren wie dem Ifo-Geschäftsklima zeige eine große Verunsicherung der Unternehmen. "Der Nahost-Krieg fordert seinen Tribut, selbst wenn er bald enden sollte."
Im weiteren Handelsverlauf stehen noch die Einzelhandelsumsätze aus der Eurozone im Fokus. Am Nachmittag folgen dann aus den USA weitere Konjunkturdaten wie die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und die Bauausgaben./la/jsl/stk
Quelle: dpa-Afx