FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat zu Wochenbeginn seine jüngsten Gewinne zum US-Dollar leicht ausgebaut. Am Montagvormittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1819 Dollar gehandelt und damit etwas höher als am Freitagabend. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuletzt auf 1,1767 (Donnerstag: 1,1753) Dollar festgesetzt.

Der Euro profitierte von einer breit angelegten Schwäche des Dollars, nachdem am Wochenende die Unsicherheit rund um die US-Zölle wieder um sich gegriffen hatte. Denn damit kehrten auch die Sorgen der Anleger mit Blick auf die Unberechenbarkeit der Politik von US-Präsident Donald Trump zurück. Sie stellten sich zudem erneut die Frage, wie attraktiv die USA als Anlageziel sind. Entsprechend wurde der Greenback zu Wochenbeginn eher gemieden.

Hintergrund der aktuellen Dollarschwäche sind die jüngsten Entwicklungen im Zollstreit der USA mit dem Rest der Welt. Nach der am Freitag verkündeten Entscheidung des Obersten US-Gerichtshofs gegen Teile der Zollpolitik von Präsident Donald Trump legte dieser mit einem neuen Zollsatz nach. Der Republikaner kündigte am Samstag auf der Plattform Truth Social einen weltweiten Zoll auf Importe in die USA von 15 Prozent an - statt der kurz davor bereits veranschlagten 10 Prozent. Damit schöpft Trump die Höchstgrenze eines Handelsgesetzes, auf das er sich beruft, voll aus.

Ansonsten richtet sich der Fokus zu Wochenbeginn auf den Ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland. Dieser habe in den vergangenen Monaten zwar häufig enttäuscht, schrieben die Experten der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Die Vorgaben für den nun anstehenden Februarwert aber seien freundlich: "Der konjunkturelle Erholungspfad in Deutschland scheint stabiler zu werden und ein Ifo-Anstieg würde die Hoffnungen auf eine Verbesserung der wirtschaftlichen Entwicklung weiter stützen."/la/stk

Quelle: dpa-Afx