FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro hat am Montag an seine Ende letzter Woche erzielten Gewinne angeknüpft. Am Vormittag wurde die Gemeinschaftswährung in der Spitze bei 1,1865 US-Dollar gehandelt und damit etwas höher als am Freitagabend. Es ist der höchste Stand seit einer Woche. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuletzt auf 1,1794 (Donnerstag: 1,1798) Dollar festgesetzt.

Für Druck auf den Dollar sorgte eine Meldung der Nachrichtenagentur Bloomberg, wonach chinesische Beamte die Banken des Landes aufgefordert haben, den Kauf von US-Staatsanleihen zu begrenzen. Wie es von mit der Angelegenheit vertrauten Personen weiter hieß, sollen Finanzinstitute mit hohem Engagement in Staatspapiere der USA angewiesen worden sein, ihre Positionen abzubauen. Damit sinkt die Nachfrage nach den als sicher geltenden Treasuries, worunter dann auch die US-Währung leidet.

Hierzulande richtet sich die Aufmerksamkeit am Vormittag auf den vom Analyseinstitut Sentix erhobenen Eurozonen-Konjunkturindex für Februar, der als wichtiger Frühindikator gilt. Am Markt wird mit einem weiteren Anstieg gerechnet.

In Tokio wirkte sich der überragende Wahlsieg von Japans neuer nationalkonservativer Ministerpräsidentin Sanae Takaichi kaum auf den Yen aus. Die Landeswährung schwankte etwas und lag zuletzt gegenüber den meisten anderen wichtigen Devisen im Plus.

Als erste japanische Partei seit dem Zweiten Weltkrieg gewannen die Liberaldemokraten bei der Wahl zum Unterhaus mehr als zwei Drittel der Sitze in der mächtigen Parlamentskammer. Der überragende Sieg verschafft der rechtsgerichteten Regierungschefin enorme Macht. Der für globale Themen zuständige Vertreter des Finanzministeriums, Atsushi Mimura, sagte, die Regierung überwache den Devisenmarkt und bleibe in höchster Alarmbereitschaft./la/stk

Quelle: dpa-Afx