FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro
Die Unsicherheit an den Finanzmärkten mit Blick auf den Iran-Krieg bleibt hoch. "Wir müssen uns möglicherweise an den Gedanken gewöhnen, dass trotz aller Bemühungen eine erneute Eskalation im Nahostkonflikt wahrscheinlicher sein könnte als die ersehnte Deeskalation", kommentierte Devisenexpertin Antje Praefcke von der Commerzbank. Der Markt scheine dies ähnlich zu sehen. US-Präsident Donald Trump verzichtete vorerst auf einen angeblich für diesen Dienstag geplanten Angriff auf den Iran.
Der japanische Yen profitierte unterdessen nicht von unerwartet starken Konjunkturdaten. Die Währung gab zum Dollar etwas nach, obwohl Japans Wirtschaft im ersten Quartal stärker als erwartet gewachsen war. Zwar hätten Exporte die Konjunktur in den ersten drei Monaten gestützt, heißt es in einer Einschätzung des Analysten Matthias Krieger von der Landesbank Baden-Württemberg. Allerdings stellten die hohen Ölpreise infolge des Iran-Kriegs für das ressourcenarme Japan in den kommenden Monaten "eine große Herausforderung" dar.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86671 (0,87020) britische Pfund, 184,89 (184,93) japanische Yen und 0,9150 (0,9144) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete zuletzt 4.498 Dollar. Das waren 68 Dollar weniger als am Vortag./jsl/jha/
Quelle: dpa-Afx