FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach Signalen für eine Entspannung im Nahen Osten hat der Kurs des Euro
US-Präsident Donald Trump hat ein mögliches Ende des Iran-Kriegs in Aussicht gestellt, Teheran aber gleichzeitig mit heftigen Angriffen gedroht. Falls das Land sich sich nicht auf eine Vereinbarung einlasse, "beginnen die Bombardements, und diese werden leider ein weitaus größeres Ausmaß und eine weitaus größere Intensität haben als zuvor", drohte Trump. Er stellte die Öffnung der Straße von Hormus auch für den Iran in Aussicht.
Der Markt interpretierte die Entwicklung als Deeskalationssignal. Der Euro profitierte von den deutlich gesunkenen Ölpreise. Im Gegensatz zu den USA verfügen die europäischen Länder kaum über Ölvorkommen. Zudem wird Öl in Dollar gehandelt. Die Nachfrage nach Dollar sinkt also bei fallenden Preisen. Allerdings hat sich der Euro seit Kriegsbeginn Ende Februar vergleichsweise stabil gehalten. Schließlich wird erwartet, dass die EZB bald die Leitzinsen anhebt. In den USA werden zunächst keine Leitzinsveränderungen erwartet.
Schwächer als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktdaten belasteten. Die Zahl der Beschäftigten in der Privatwirtschaft der USA ist im April weniger als erwartet gestiegen. Laut dem Arbeitsmarktdienstleister ADP stieg die Beschäftigtenzahl um 109.000. Volkswirte hatten im Schnitt einen Anstieg um 120.000 Stellen erwartet. Der offizielle monatliche Arbeitsmarktbericht wird am Freitag veröffentlicht.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86370 (0,86343) britische Pfund, 183,74 (184,42) japanische Yen und 0,9165 (0,9165) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete zuletzt 4.705 Dollar. Das waren gut 148 Dollar mehr als am Vortag./jsl/he
Quelle: dpa-Afx