Gesundheitswelt Chiemgau AG senkt Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2026 aufgrund von einmaligen Sondereffekten von rund EUR 13,0 Mio.
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03.07.2026 / 12:52 CET/CEST Veröffentlichung einer Insiderinformation nach Artikel 17 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, übermittelt durch EQS News - ein Service der EQS Group. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.
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Gesundheitswelt Chiemgau AG senkt Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2026 aufgrund von einmaligen Sondereffekten von rund EUR 13,0 Mio.
Bad Endorf, 03.07.2026 - Vorstand und Aufsichtsrat der Gesundheitswelt Chiemgau AG ("GWC AG") haben heute im Rahmen der Bewertung der Sanierungsoptionen für die im Eigentum der GWC AG befindliche Thermalwasserbohrung "Endorf 2" entschieden, diese Bohrung zu verfüllen und damit endgültig zu verschließen. Aufgrund dieser Entscheidung auf Basis zwingender behördlicher Auflagen zur ordnungsgemäßen Sanierung der Bohrung müssen die bisher angefallenen und aktivierten Investitionskosten in Höhe von rund EUR 13,0 Mio. sowie die zusätzlich erwarteten Kosten für die vollständige Schließung und Verfüllung in Höhe von circa EUR 6,0 Mio. im laufenden Geschäftsjahr vollständig sonderabgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst werden. In diesem Zusammenhang ist zu berücksichtigen, dass den vorgenannten Sonderabschreibungen und Aufwendungen erwartungsgemäß positive Ergebniseffekte aus der ertragswirksamen Auflösung von Sonderposten für Zuwendungen gegenüberstehen. Aus der auf die stillzulegende Bohrung "Endorf 2" entfallenden anteiligen Auflösung dieser Sonderposten ergibt sich ein außerordentlicher Ertrag in Höhe von rund EUR 5,9 Mio.. Unter Berücksichtigung dieser gegenläufigen Effekte belastet die stillzulegende Bohrung "Endorf 2" erwartungsgemäß nach aktueller Saldobetrachtung das Betriebsergebnis und somit auch das Jahresergebnis der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2026 insgesamt mit rund EUR 13,0 Mio.. Trotz eines weiterhin operativ guten Geschäftsverlaufs der GWC AG führt dieser Sondereffekt dazu, dass die im Prognosebericht des Geschäftsberichts für das Geschäftsjahr 2026 veröffentlichte Prognose - welche ein Betriebsergebnis mit einer signifikanten Ergebnisverbesserung im Vergleich zum Vorjahr 2025 vorsah - nicht mehr aufrechterhalten werden kann. Der Vorstand korrigiert daher die Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2026 und rechnet nunmehr mit einem außerplanmäßigen Defizit (Jahresfehlbetrag) in einem Bereich von EUR - 3,5 Mio. bis EUR - 6,5 Mio.. Vorstand und Aufsichtsrat haben die Entscheidung zur Schließung der Thermalwasserbohrung "Endorf 2" getroffen, da sich nach Vorliegen der abschließenden technischen Prüfungen durch die beauftragten Fachexperten und Ingenieure sowie der wirtschaftlichen Prüfungen herausgestellt hat, dass sowohl eine Weiterführung der bisherigen Bohrung als auch die geplante Alternative einer Querbohrung zur Erschließung eines neuen Förderhorizonts technisch und - daraus resultierend - wirtschaftlich nicht realisierbar sind. Die Versorgung des Betriebs der GWC AG wird weiterhin über die bereits im Einsatz befindliche Bohrung (Thermalwasserbohrung "Endorf 3", die sich ebenfalls im Eigentum der GWC AG befindet) vollumfänglich und planmäßig fortgeführt. Hinsichtlich der Liquiditätslage der GWC AG ist hervorzuheben, dass der überwiegende Teil der auf die Bohrung "Endorf 2" entfallenden Investitionsaufwendungen bereits in der Vergangenheit liquiditätswirksam geworden ist. Die bisherigen rund EUR 13,0 Mio. Investitions- und Schließungskosten sind bereits aus den liquiden Mitteln der Gesellschaft sowie den staatlichen Zuschüssen finanziert. Der noch ausstehende zusätzliche Liquiditätsabfluss für die vollständige Schließung und Verfüllung der Bohrung beläuft sich nach derzeitiger Planung auf etwa EUR 6,0 Mio., der sich über die kommenden Monate verteilt. Diese zukünftigen Auszahlungen sind in den bestehenden Liquiditäts- und Cashflow-Planungen der Gesellschaft vollständig berücksichtigt und werden aus dem nachhaltig positiven Bestand von liquiden Mitteln finanziert werden können. Vorstand und Aufsichtsrat weisen in diesem Zusammenhang ausdrücklich darauf hin, dass die bisherigen Sanierungsmaßnahmen sowie die nunmehr durchzuführende vollständige Verfüllung der Bohrung aufgrund zwingender behördlicher Vorgaben und strenger sicherheitstechnischer Auflagen der zuständigen Aufsichtsbehörden rechtlich unumgänglich waren. Bei den bisher angefallenen sowie den zukünftigen Aufwendungen handelt es sich folglich um unvermeidbare Pflichtinvestitionen zur Erfüllung gesetzlicher Eigentümerpflichten.
Mitteilendes Unternehmen: Gesundheitswelt Chiemgau AG Ströbinger Str. 18a 83093 Bad Endorf ISIN DE000A31C313 Bayerische Börse, Freiverkehr
Kontakt / Mitteilende Person: Verena Barwig v.barwig@gesundheitswelt.de
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Quelle: dpa-Afx