LONDON (dpa-AFX) - Am Markt für Edelmetalle bleibt die Volatilität nach der jüngsten Rekordjagd bei Gold und Silber hoch. Der Preis für eine Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) fiel am Freitagmorgen um knapp vier Prozent auf 5.163 US-Dollar, nachdem er im frühen Handel noch bis auf rund 5.450 Dollar gestiegen war. Am Donnerstag war der Goldpreis im frühen Handel noch auf das Rekordhoch von 5.595 Dollar geklettert, bevor ein scharfer Ausverkauf einsetzte.

Beim Silber sah die Entwicklung ähnlich aus. Der Preis für eine Feinunze Silber schwankte am Donnerstag zwischen dem am Morgen erreichten Rekordhoch von 121,65 Dollar und dem Tagestief von knapp 107 Dollar. Der Schlusskurs lag bei 116 Dollar. Am Freitag ging es um rund fünf Prozent auf 109,83 Dollar nach unten.

Trotz der Verluste nach ihren Rekordständen liegen die Preise für Gold und Silber im laufenden Jahr deutlich im Plus. Gold verteuerte sich um rund ein Fünftel, nachdem der Preis im vergangenen Jahr um 65 Prozent angezogen hatte. Beim Silber liegt das Jahresplus bei mehr als 50 Prozent - nach einem Anstieg von knapp 150 Prozent 2025. Als Treiber gilt die Flucht in sichere Anlagen wegen zunehmender geopolitischer Risiken.

Zuletzt hat US-Außenminister Marco Rubio dem Iran mit einem militärischen Präventivschlag gedroht, falls die Führung in Teheran Angriffe auf US-Einrichtungen plane. An den Finanzmärkten schürt das Sorgen vor einem Übergreifen der geopolitischen Risiken auf die gesamte Region am Persischen Golf.

Edelmetalle - allen voran Gold - gelten bei vielen Investoren als sichere Häfen in Krisenzeiten. Silber ist zudem ein wichtiges Industriemetall, das für viele Anwendungen rund um KI, Robotik und Energie benötigt wird./zb/jha/

Quelle: dpa-Afx