LONDON (dpa-AFX) - Der Goldpreis
Nachdem die US-Notenbank Fed den Leitzins am Mittwochabend nicht verändert hatte, signalisierten die Notenbanker für den Rest des Jahres nur noch eine Zinssenkung. Zuvor waren am Markt zwei Zinsschritte erwartet worden. Mit dem jüngsten Rückschlag entfernt sich der Goldpreis immer stärker von seinem Rekordhoch, das Ende Januar bei knapp 5.600 Dollar erreicht worden war.
Zudem hatte Fed-Chef Jerome Powell im Anschluss an die Zinsentscheidung gesagt, dass höhere Energiepreise die Inflation kurzfristig in die Höhe treiben werden. Sollte sich die Inflation dann später nicht wieder abschwächen, gebe es keinen Grund für eine Zinssenkung. Nach den Powell-Aussagen ist der Kurs des Dollar gestiegen, was den Goldpreis zusätzlich belastet hat.
Bereits in den vergangenen Tagen war der Dollar als Krisenwährung bei Anlegern stärker gefragt. Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar hat die US-Währung an Wert gewonnen. Da Gold auf dem Weltmarkt in Dollar gehandelt wird, macht eine stärkere US-Währung das Edelmetall teurer, was die Nachfrage bremst.
Eine ähnliche Preisentwicklung wie beim Gold zeigte sich auch beim Silber. Am Donnerstag ist der Preis für das Edelmetall weiter kräftig gefallen. Die Notierung ging um knapp fünf Prozent auf 71,60 Dollar zurück. Auch beim Silber wird der Abstand zum Rekordhoch immer größer, das Ende Januar bei 121,65 Dollar erreicht worden war./jkr/jsl/jha/
Quelle: dpa-Afx