LONDON (dpa-AFX) - Der Goldpreis ist am Mittwoch wieder auf mehr als 5.100 US-Dollar gestiegen. Der Preis für eine Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete zuletzt 5.116 US-Dollar. Im frühen Handel hatte der Preis noch bei rund 5.025 Dollar gelegen.

Es ist der höchste Stand seit dem 30. Januar. Der Preis liegt damit aber noch deutlich unter seinem Rekordhoch von knapp 5.600 Dollar. Auf den damals rasanten Anstieg folgte dann Anfang Februar der Sturz bis auf fast 4.400 Dollar. Seither geht es in der Tendenz wieder nach oben. Trotz der scharfen Preiskorrektur kostet Gold aktuell aber immer noch mehr als Anfang des Jahres.

Die Anleger warten jetzt auf den US-Arbeitsmarktbericht, der am frühen Mittwochnachmittag ansteht. Sie erhoffen sich vor allem Aufschluss über die künftige Geldpolitik der US-Notenbank Fed. Höhere Zinsen belasten tendenziell die Edelmetallpreise, da Gold und Silber keine Zinsen abwerfen. Am Freitag stehen zudem die Verbraucherpreise für den Monat Januar auf dem Kalender. Zuletzt waren die Zinssenkungserwartungen durch die Nominierung von Kevin Warsh zum US-Notenbankchef gedämpft worden.

Noch deutlicher zugelegt hat der Preis für eine Feinunze Silber zur Wochenmitte auf zuletzt rund 86 Dollar. Im frühen Handel hatte der Preis noch über 5 Dollar niedriger gelegen.

Grund für die deutlichen Gewinne von Gold und Silber seit Ende 2025 sind neben der US-Geldpolitik vor allem die vielen Krisen weltweit. Edelmetalle - allen voran Gold - gelten bei vielen Investoren als sichere Häfen in Krisenzeiten. Auch kaufen Notenbanken wie die chinesische und indische schon länger umfangreich Gold zu, auch um sich unabhängiger vom US-Dollar zu machen. Silber ist zudem ein wichtiges Industriemetall, das für viele Anwendungen rund um Künstliche Intelligenz, Robotik und Energie benötigt wird./jsl/la/mis

Quelle: dpa-Afx