IRW-PRESS: Miningscout: Revolution am Lithiummarkt? Innovative Trenntechnologie stärkt westliche Lieferketten

Eine neue Technologie aus den USA trennt Lithium sehr viel einfacher aus Gestein als bislang. Hartgesteinsprojekte könnten deshalb schon in Kürze ähnlich kostengünstig sein wie Sole-Projekte. Der bislang durch China dominierte Lithiummarkt dürfte sich dadurch drastisch verändern.

Der Batteriemetallexplorer Lithium Africa (ISIN: KYG6003G1010, WKN: A425GC) treibt die Exploration seiner Projekte in Afrika voran. Im April startete das erste Bohrprogramm auf dem Projekt Adzopé. Geplant sind 2.000 Bohrmeter innerhalb des neu identifizierten, mehrere Kilometer langen Saby Trends, eines breiten lithiumhaltigen Korridors, der mit spodumenhaltigen Pegmatiten in Verbindung steht und durch vorherige Schneckenbohrungen, Grabenarbeiten, Kartierungen und andere Oberflächenarbeiten definiert wurde. Oberflächengrabungen hatten zuvor einen signifikanten Lithiumabschnitt von 8,0 Meter mit 1,10 % LiO ab 31,4 m Tiefe ergeben. Die Geologen des Explorers sehen in dem Trend deshalb ein aussichtsreiches Bohrziel.

Lithium Africa: Viele Hartgesteinsprojekte in Afrika

Parallel dazu wurden beim Projekt Agboville - wie Adzopé in der Elfenbeinküste - durch Oberflächenkartierung sowie Boden- und Gesteinsprobenahmen spodumenhaltige Pegmatite identifiziert. Regolithkartierung, regionale Erkundung und Bodengeochemie sollen im Juni abgeschlossen werden.

Bei den zahlreichen Projekten des Unternehmens in unterschiedlichen afrikanischen Ländern, darunter neben der Elfenbeinküste auch Mali, Guinea, Simbabwe, Marokko und Südafrika, handelt es sich um Hartgesteinsprojekte. Der Explorer sucht nach lithiumhaltigen Pegmatitfeldern. Dieser Ansatz unterscheidet sich deutlich von der vor allem in Südamerika gängigen Praxis, Lithium aus Sole zu gewinnen.

Der Wert dieser Projekte könnte aufgrund eines signifikanten technischen Fortschritts binnen kurzer Zeit deutlich steigen. Massachusetts Institute of Technology (MIT)-Forscher haben ein Verfahren entwickelt, mit dem sich Lithium aus Erz deutlich einfacher, kostengünstiger und umweltfreundlicher als bislang gewinnen lässt.

Mit dem aktuellen Verfahren wird Lithium aus dem Mineral Spodumen bzw. aus einem Silikatgerüst gelöst. Dies erfordert sehr hohe Temperaturen bis etwa 1.000 Grad Celsius und zusätzlich den Einsatz von Fluorwasserstoffsäure. Durch den hohen Energieaufwand entstehen große Mengen CO2 und darüber hinaus giftige Abwässer.

Revolutioniert Ammoniumfluorid den Lithiummarkt?

Das durch das Team von Camden Hunt entwickelte Verfahren geht einen anderen Weg, der bei Zimmertemperatur und damit bei deutlich geringerem Energieaufwand möglich ist. Ammoniumhydrogendifluorid in einer wässrigen Lösung ist das entscheidende Werkzeug: Es bricht die Bindung von Silizium und Sauerstoff auf und reagiert mit den Metallen im Spodumen. Dabei entstehen mehrere Fluorsalze, darunter Lithiumfluorid, das anschließend in Lithiumhydroxid oder Lithiumkarbonat umgewandelt werden kann. Auch die anderen Salze sind verwendbar - etwa in der Herstellung von Aluminium oder Zement.

Die Idee geht auf MIT-Materialforscher Ming Chiang zurück. Dieser wollte eigenen Angaben zufolge Jahrzehnte zuvor ein Badezimmerproblem lösen: Er wollte durchsichtige Glasbausteine so bearbeiten, dass sie nicht mehr transparent, sondern nur noch durchscheinend sind. Er kaufte eine ätzende Paste, um diesen Effekt auf der Oberfläche des Glases durch Abtragen herzustellen. Der Wirkstoff: Ammoniumfluorid. Spodumen besteht, wie Glas, hauptsächlich aus Siliciumdioxid.

Die Forscher schätzen, dass das geschlossene Verfahren nur die Hälfte der Kosten der herkömmlichen Lithiumgewinnung aus Hartgestein verursacht und damit preislich mit der Lithiumgewinnung aus Sole konkurrenzfähig wird. Diese zumeist südamerikanischen Projekte sind typischerweise im unteren Bereich der globalen Kostenkurve angesiedelt. Die Technologie soll im Wege des MIT-Spinoffs Rock Zero kommerzialisiert werden.

Lithium in Hartgestein ist reichlich vorhanden

Hunt erläutert die Vorzüge des mittlerweile im Journal Science veröffentlichten Verfahrens: Hartgestein ist reichlich vorhanden; man findet es überall. Die Hartgesteinsraffination findet jedoch größtenteils in China statt. Unsere zentrale These lautet: Wenn man einen einfacheren Weg findet, das Gestein aufzubrechen, Lithium zu gewinnen und Lithiumsalze in Batteriequalität herzustellen, kann man den Lithiummarkt verändern. Das neue Verfahren kann sich erheblich auf Bewertungen im Bergbau auswirken. Erstens werden Hartgesteinsprojekte durch die neue Technologie wirtschaftlich attraktiver, weil die Kosten im Anschluss an die Erzgewinnung sinken. Zweitens dürfte das Verfahren deutlich einfacher zu skalieren sein als die bisherige Vorgehensweise, was den chinesischen Burggraben um die Weiterverarbeitung signifikant beschneidet und den Weg an den Markt für westliche Lieferketten verkürzt.

Vor allem vom ersten Teil dieser Entwicklung könnte auch Lithium Africa profitieren, zu dessen Partnern der chinesische Bergbaugigant Zijin Mining zählt. Das Ziel des Unternehmens besteht nicht in der Entwicklung eines Projekts bis zur Mine, sondern in weitreichender Exploration und einem anschließenden Verkauf.

Eine Höherbewertung von Hartgesteinsprojekten dürfte diesem Modell zugutekommen und könnte auch den Aktienkurs wieder antreiben, der zuletzt deutlich korrigiert hat.

Weitere Informationen zu Lithium Africa finden Sie im Unternehmensprofil auf Miningscout.de: https://www.miningscout.de/minenaktien/lithium-africa-corp/

Unternehmen: Lithium Africa TSXV: LAF WKN: A425GC ISIN: KYG6003G1010 Webseite: https://li-africa.com/

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Quelle: dpa-Afx