(Korrigiert wird in der Meldung vom 27.04. und der am 28.04. wiederholten Meldung die Umsatzprognose für das zweite Quartal im vorletzten Absatz. Qiagen rechnet währungsbereinigt mit einem Umsatzplus von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahreswert rpt Vorjahreswert von 534 Millionen US-Dollar.)

VENLO/HILDEN (dpa-AFX) - Der Labordienstleister und Diagnostikanbieter Qiagen blickt pessimistischer auf das laufende Jahr. Wegen verschiedener US-Einflussfaktoren und der zunehmenden geopolitischen Unsicherheiten werden das Umsatzwachstum und das Ergebnis im laufenden Jahr niedriger ausfallen als bisher gedacht, wie der im Dax notierte Konzern am späten Montagabend mitteilte.

Das Erlösplus dürfte ohne Berücksichtigung von Währungseffekten der gesenkten Prognose zufolge nur bei ein bis zwei Prozent liegen. Bisher hatte Qiagen mindestens fünf Prozent Wachstum angestrebt. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn je Aktie (EPS) soll nun bei mindestens 2,43 US-Dollar liegen statt bei mindestens 2,50 Dollar zuvor.

Im ersten Quartal war der Umsatz um ein Prozent auf 492 Millionen Dollar gesunken. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 54 US-Cent. Experten hatten bei den Erlösen mehr und beim Ergebnis mit einem Wert in dieser Größenordnung erwartet.

Im zweiten Quartal geht Qiagen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von einem Umsatzminus in Höhe von zwei Prozent aus. Im zweiten Jahresviertel 2025 hatten die Erlöse bei 534 Millionen Dollar gelegen. Das bereinigte Ergebnis je Anteil soll auf dem entsprechenden Vorjahreswert von 60 Cent verharren. Beim Erlös hatten die Analysten bisher mit einem höheren Wert gerechnet.

Für die zweite Jahreshälfte setzt Qiagen unter anderem dank neuer Produkte und über den Erwartungen liegender Beiträge aus der Übernahme von Parse auf ein stärkeres Wachstum. Anleger zeigten sich insgesamt enttäuscht. Im nachbörslichen US-Handel rutschten Qiagen-Titel gegen 23 Uhr um fast vier Prozent ab./he/zb

Quelle: dpa-Afx