WASHINGTON (dpa-AFX) - Die US-Regierung verhandelt Medienberichten zufolge über eine rund 500 Millionen Dollar schwere Rettungsaktion für den notleidenden Billigflieger Spirit Airlines
US-Präsident Donald Trump hatte bereits am Dienstag angedeutet, dass der Staat Spirit unter die Arme greifen könnte. "Vielleicht sollte die Regierung in diesem Fall aushelfen", sagte er in einem Interview des TV-Senders CNBC und verwies unter anderem darauf, dass Spirit 14.000 Arbeitsplätze habe. Er würde auch gern eine Übernahme von Spirit sehen.
Firmenanteile als Gegenleistung
Die US-Regierung hatte zwar die Luftfahrt-Industrie in Krisenzeiten etwa nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 oder in der Corona-Pandemie gestützt - ein Eingreifen zugunsten eines einzelnen Unternehmens wäre aber eine ungewöhnliche Aktion.
Trump hatte in seiner zweiten Amtszeit allerdings erhöhte Bereitschaft demonstriert, den Staat Anteile an Unternehmen im Gegenzug für Finanzhilfen übernehmen zu lassen. So bekam die US-Regierung einen Anteil von rund zehn Prozent am Chipriesen Intel als Ausgleich für bereits zuvor unentgeltlich zugesagte Milliarden-Subventionen.
Gescheiterte Übernahme
Die Krise bei Spirit gilt als hausgemacht. Der Chef des deutlich größeren Konkurrenten United Airlines
Die Regierung könnte nach aktuellen Überlegungen Spirit eine Finanzierung von rund 500 Millionen Dollar gewähren und im Gegenzug die Aussicht auf Firmenanteile bekommen, berichteten unter anderem auch das "Wall Street Journal" und CNBC. Welche Beteiligung der Staat am Ende halten solle, sei noch nicht endgültig geklärt, hieß es unter Berufung auf informierte Personen./so/DP/he
Quelle: dpa-Afx