DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Beschäftigte des Aufzugs- und Fahrtreppenherstellers TK Elevator haben vor der Konzernzentrale in Düsseldorf gegen die geplante Fusion mit dem bisherigen Konkurrenten Kone protestiert. Der beabsichtigte Zusammenschluss mit einem Volumen von über 29 Milliarden war vor drei Wochen bekannt gemacht worden.

Laut IG Metall wären mehr als 100.000 Beschäftigte weltweit betroffen. Die Gewerkschaft befürchtet, dass die angekündigten Einsparungen von rund 700 Millionen Euro jährlich auf dem Rücken der Beschäftigten realisiert werden - "etwa durch Stellenabbau, Standortschließungen und steigenden Druck innerhalb der Belegschaft", hieß es in einer Mitteilung. Kritisiert wird auch, dass die Arbeitnehmervertretungen vorher nicht informiert wurden.

Gewerkschaft fordert Arbeitsplatz- und Standortsicherheit

"Wir erwarten von den Unternehmen klare Zusagen zur Sicherung von Arbeitsplätzen und Standorten sowie die vollständige Einhaltung aller Mitbestimmungsrechte - in Deutschland, Europa und weltweit", erklärte IG Metall NRW-Chef Knut Giesler.

Laut IG Metall beteiligten sich rund 500 TKE-Beschäftigte an der Aktion vor der Konzernzentrale. Sie fand im Rahmen eines weltweiten "Aktionstags" statt. Dabei hätten die beteiligten Gewerkschaften von Kone verbindliche Zusagen etwa zur Sicherung von Arbeitsplätzen und Standorten oder zur Einhaltung aller Mitbestimmungsrechte gefordert, so die Gewerkschaft. Die IG Metall nannte den Aktionstag den "Anfang" eines gemeinsamen internationalen Engagements für faire Bedingungen und den Schutz der Beschäftigtenrechte.

Anlass für den Protest war eine Sitzung des TKE-Aufsichtsrats./tob/DP/jha

Quelle: dpa-Afx