PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Nach dem Ausverkauf der vergangenen Handelstage infolge des Iran-Kriegs haben sich Europas wichtigste Aktienmärkte am Mittwoch etwas erholt. Positive Impulse lieferte die Nachricht, dass der für die Energiesicherheit so wichtige Schiffsverkehr in der Straße von Hormus wieder aufgenommen werden könnte.
Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50
"Falls erforderlich, wird die US-Marine so bald wie möglich damit beginnen, Tanker durch die Straße von Hormus zu eskortieren", hatte Präsident Donald Trump am Vorabend auf seiner Plattform Truth Social geschrieben. Um jeden Preis würden die USA den freien Fluss von Energie für den Rest der Welt sicherstellen. Zudem habe er die zuständige Behörde für Entwicklungsfinanzierung DFC angewiesen, Risikoversicherungen und Garantien für den gesamten Seehandel in der Region anzubieten.
Nach Einschätzung des Marktexperten Christian Henke vom Handelshaus IG ist allerdings zweifelhaft, ob dies so schnell möglich ist: "Fakt ist, je länger die Blockade andauert, desto fataler sind die Auswirkungen für die Weltkonjunktur. Die Preise für Öl und Gas könnten dann durch die Decke schießen und jeglichen Wirtschaftsaufschwung im Keim ersticken."
Die Investoren würden wieder etwas zuversichtlicher und befolgten das Motto: Kaufen, wenn die Kanonen donnern, kommentierte Analyst Andreas Lipkow vom Handelshaus CMC Markets. Das allerdings könnte nun etwas verfrüht sein. Denn die Lage im Nahen Osten bleibe sehr unübersichtlich und die Kriegsführung der beteiligten Parteien führe zu viel Verunsicherung und Unwägbarkeiten.
Aus Branchensicht waren europaweit Aktien aus dem Reise- und Freizeit-
Mit Blick auf die Unternehmensberichtssaison standen unter anderem die Papiere von Scor
Für die Titel von Dassault Aviation
Dagegen brachen die Papiere von Vistry
Als Schlusslicht im "Footise" sackten Weir Group
Quelle: dpa-Afx