PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Europas zuletzt erholte Börsen haben am Donnerstag wieder den Rückwärtsgang eingelegt. Damit reagierten sie auf die anhaltende Unsicherheit wegen des Iran-Kriegs sowie höhere Ölpreise.
Der EuroStoxx 50
Der Schweizer SMI
Vor dem Ende des Ultimatums von US-Präsident Donald Trump an die Führung in Teheran reichen die Prognosen von einer schnellen Waffenruhe bis zu US-Angriffen mit Bodentruppen. Trump warnte den Iran erneut vor Konsequenzen, sollte es zu keiner Einigung kommen. Der Iran müsse ernsthaft verhandeln, es gebe keinen Weg zurück. Die Folgen würden sonst "nicht schön" sein.
Am Montag hatte Trump unter Verweis auf angebliche produktive Gespräche mit dem Iran mitgeteilt, fünf Tage auf Angriffe gegen iranische Energieanlagen zu verzichten. Der Iran hat nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim seine Antwort auf einen 15-Punkte-Vorschlag der USA für ein Ende des Kriegs übermittelt. Dies sei in der vergangenen Nacht über Mittelsmänner geschehen, erklärte die Agentur unter Berufung auf eine informierte Quelle. Teheran warte jetzt auf eine Antwort aus Washington.
"Mit jedem Handelstag, an dem der Ölpreis über 100 US-Dollar notiert, verschlechtert sich die Stimmung am Aktienmarkt", kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. "Die Gefahr einer Stagflation nimmt stetig zu und kann insbesondere in Europa zu einer Rezession führen."
Europaweit standen am Donnerstag die zuletzt erholten, konjunktursensiblen Rohstofftitel
Ein Kursrückgang um 2,2 Prozent stand bei H&M
In Paris ging es für Pernod Ricard
Zu den wenigen Gewinnern in Europa zählten die Aktien von Öl- und Gas-
Quelle: dpa-Afx