FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax
Es ist der nunmehr zwölfte Handelstag, seit die USA und Israel den Militärschlag gegen den Iran gestartet haben, und am deutschen Aktienmarkt scheinen die Hoffnungen auf ein rasches Ende des Kriegs hoch zu sein. "Die meisten haben sich offensichtlich dazu entschieden, die aktuelle Krise ohne große Handelstätigkeit auszusitzen", konstatierte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners.
Dabei verwies er auf die insgesamt geringen Handelsumsätze. Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst beim Broker CMC Markets sieht den Dax nach den Verwerfungen an den Börsen infolge des Iran-Kriegs weiterhin auf Richtungssuche.
Aktuell kostet Rohöl der Nordseesorte Brent etwas mehr als am Vortag, wobei der Preis weiter über 100 US-Dollar liegt. Das Hoch lag vor rund einer Woche bei knapp 120 Dollar, was der höchste Stand seit 2022 war und heftige Konjunktur- und Inflationssorgen geschürt hatte. Besonders im Fokus stehen daher alle Nachrichten über den wichtigsten Versorgungsweg für Energielieferungen, die Straße von Hormus, die vom Iran faktisch blockiert ist.
Zunehmend in den Blick rücken aber auch die großen Zentralbanken. So entscheidet die US-Notenbank Fed am Mittwoch über ihren Leitzins, die EZB am Donnerstag, und auch in Großbritannien und Japan wird in dieser Woche über die Leitzinsen entschieden.
Spontane Zinsveränderungen in den USA und der Euroregion in dieser Woche werden zwar als unwahrscheinlich angesehen, doch erhoffe man sich "von den schriftlichen Statements oder zumindest von den Fragerunden mehr Einblicke, ob die Erwartung steigender Leitzinsen in der Eurozone und ausbleibender Zinssenkungen in den USA richtig ist", so Altmann.
Die steigenden Preise für Energie sorgten im Dax für Kursgewinne bei RWE
Die Aufmerksamkeit der Anleger galt aber vor allem Einzelwerten aus der zweiten und dritten Börsenreihe. So gab der Labor- und Pharmazulieferer Sartorius
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Quelle: dpa-Afx