FRANKFURT (dpa-AFX) - Im Umfeld wieder steigender Ölpreise hat der Dax
Der deutsche Leitindex ging mit einem Abschlag von 0,21 Prozent auf 23.589,65 Zähler aus dem Tag. Eine wieder deutlichere Annäherung an das am Montag erreichte Tief seit Mai 2025 bei rund 22.930 Punkten, wie zeitweise befürchtet, blieb aus. Der MDax
Europaweit und in den USA wurden ebenfalls Verluste verbucht. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx
Wegweisend für die Anleger bleibt die Entwicklung der Öl- und Gaspreise, weil der von den USA und Israel angegriffene Iran immer stärker die Energiewirtschaft in der Golfregion ins Visier nimmt. Die am Vortag von der Internationalen Energieagentur (IEA) angekündigte Freigabe strategischer Ölreserven zeigte keine entspannende Wirkung. Laut UBS-Experte Henri Patricot bringt die Freigabe nur einen Zeitgewinn, ohne an der Situation etwas grundlegend zu ändern.
Den Dax stützten nicht zuletzt all jene Unternehmen, die Zahlen vorlegten: BMW
Das Papier des Online-Modehändlers war dabei mit plus 9,5 Prozent Index-Favorit, denn Zalando überzeugte mit einem starken Weihnachtsgeschäft, erfreulichen Zielen für 2026 und einem Aktienrückkaufprogramm. An zweiter Stelle folgte die Brenntag-Aktie mit plus 5,1 Prozent, die seit Mitte Februar kräftig unter Druck geraten war. Der Chemikalienhändler rechnet auch 2026 mit weiterem Gegenwind im Markt und will seinen Sparkurs verschärfen.
Der Rückversicherer aus Hannover, dessen Aktie um 4,5 Prozent stieg, überzeugte die Anleger mit einem überraschend hohen Dividendenvorschlag, während das Kursplus von Daimler Truck von 4,1 Prozent zunächst wohl überrascht haben dürfte. Der Ausblick des Nutzfahrzeugbauers enttäuschte auf den ersten Blick, doch dem standen ein solides viertes Quartal und positive Aussagen zur Auftragsentwicklung gegenüber. RWE profitierten mit plus 3,9 Prozent vom langfristigen Ausblick des Energiekonzerns. Um 1,1 Prozent ging es für BMW nach Zahlen aufwärts.
Rheinmetall
Zu den Dax-Schlusslichtern zählten dagegen Deutsche Bank
Im MDax zogen Thyssenkrupp
Grenke
--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---
Quelle: dpa-Afx