FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der Erholungsrally zur Wochenmitte ist der Dax
Der deutsche Leitindex rutschte um 1,14 Prozent auf 23.806,99 Punkte ab. Tags zuvor hatte das Börsenbarometer nach der vereinbarten Waffenruhe im Iran-Krieg den größten prozentualen Tagesgewinn seit 2022 eingefahren. Der MDax
Die USA müssten sich entscheiden - "entweder Waffenruhe oder Fortsetzung des Krieges via Israel. Sie können nicht beides haben", schrieb Irans Außenminister Abbas Araghtschi auf der Plattform X mit Verweis auf Israels verheerende Luftangriffe im Libanon. US-Präsident Donald Trump drohte dem Iran ebenfalls mit einer neuen militärischen Eskalation, falls es nicht zu einem umfassenden Abkommen kommen sollte.
Jim Reid von der Deutschen Bank zeigte sich gleichwohl verhalten optimistisch: "Im Vergleich zu vor 24 Stunden hat der Stress an den Finanzmärkten deutlich nachgelassen", hatte der Stratege am Morgen konstatiert. Unter dem Strich hätten die Sorgen über einen "stagflationären Schock" - eine schwächere Konjunktur bei gleichzeitig steigenden Preisen - nachgelassen.
Die Ölpreise bleiben der wichtigste Gradmesser für die Inflations- und Konjunktursorgen am Markt und damit die Risikofreude der Anleger. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni war tags zuvor mit fast 90 US-Dollar auf das tiefste Niveau seit Mitte März gesackt. Zuletzt kostete Brent-Öl wieder 98 Dollar.
Am Dax-Ende sackten die Aktien von SAP
Chemie-Aktien wie BASF
Im MDax bekamen die Papiere von Lufthansa
Unter den kleineren Werten stiegen Elmos
In Europa sank der EuroStoxx
--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---
Quelle: dpa-Afx