NEW YORK (dpa-AFX) - Zunehmende Spannungen im Nahost-Konflikt und daraus resultierende steigende Ölpreise haben die US-Aktienmärkte zum Wochenstart belastet. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent zur Lieferung im Juli legte deutlich zu.

Der Dow Jones Industrial schloss am Montag 1,13 Prozent tiefer bei 48.941,90 Punkten. Der marktbreite S&P 500 fiel um 0,41 Prozent auf 7.200,75 Zähler. Für den Nasdaq 100 ging es zunächst nach oben auf ein weiteres Rekordhoch. Letztlich verlor der technologielastige Index aber 0,21 Prozent auf 27.651,82 Punkte.

Verunsichert werden die Finanzmärkte durch die Lage im Nahen Osten und insbesondere an der Straße von Hormus. Erstmals seit Beginn der Waffenruhe spitzten sich die Spannungen wieder deutlich zu. Nach offiziellen Angaben aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) brach nach einem iranischen Drohnenangriff ein Großbrand in einem Industriegebiet aus. Außerdem fing das Militär der VAE weitere Raketen aus dem Iran ab. Unterdessen zerstörten die USA mehrere iranische Schnellboote. Zuvor hatten die Vereinigten Staaten dementiert, dass die iranischen Streitkräfte ein US-Kriegsschiff mit Raketen getroffen haben.

Der Videospiele-Händler Gamestop will die viel größere Online-Handelsplattform Ebay übernehmen. Das Angebot ist rund 56 Milliarden US-Dollar schwer, und zwar in Form von Bargeld und Aktien, wie Gamestop-Chef Ryan Cohen dem "Wall Street Journal" sagte. Nach einer Übernahme will er das fusionierte Unternehmen führen. Gamestop bietet 125 US-Dollar je Ebay-Aktie. Das entspreche einem Aufpreis von 20 Prozent auf den Schlusskurs von Freitag, betonte Cohen. Die Ebay-Papiere stiegen um 5,0 Prozent auf 109,33 Dollar, während die Gamestop-Titel um 10,1 Prozent absackten.

Die Aktien von Logistikunternehmen gerieten deutlich unter Druck, nachdem der Onlinehandels- und Technologieriese Amazon angekündigt hatte, sein Logistiknetzwerk für alle Unternehmen zu öffnen. Die US-Bank Morgan Stanley bezeichnete die Nachricht als "Wendepunkt" für den nordamerikanischen Güterverkehr, der Paket- und Luftfrachtunternehmen voraussichtlich am stärksten treffen werde. Die Papiere von UPS und Fedex brachen um 10,5 beziehungsweise 9,1 Prozent ein. Für Amazon-Titel ging es um 1,4 Prozent hoch./edh/he

Quelle: dpa-Afx