NEW YORK (dpa-AFX) - Wieder aufgeflammte Sorgen vor einer erneuten Eskalation im Iran-Krieg haben die US-Technologieaktien am Dienstag belastet. Diese waren seit Ende März stark gestiegenen und gelten als besonders konjunktursensibel. US-Präsident Donald Trump zufolge hängt die Waffenruhe nur noch am seidenen Faden. Teheran kritisierte die Verhandlungsstrategie der Vereinigten Staaten. Die USA strebten keine echten Verhandlungen an, sondern die vollständige Kapitulation Irans.
Für den technologielastigen Nasdaq 100
Die kürzlich veröffentlichten Verbraucherpreise zeigten zudem, dass der Ölpreisanstieg im Zuge des Iran-Krieges die Inflationsrate im April erneut nach oben getrieben hat. Zudem fiel der Anstieg etwas höher aus als von Analysten im Schnitt erwartet.
"Spätestens mit dem heutigen Zahlenwerk dürften Zinssenkungsdebatten vom Tisch sein", schrieb Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. Der designierte Notenbankpräsident Kevin Warsh liebäugele mit Zinssenkungen, doch in Anbetracht der aktuellen Inflationsentwicklung werde er davon vorerst Abstand nehmen müssen.
In den vergangenen Wochen hätten Unternehmensberichte die geopolitischen Risiken eine Zeit lang verdrängt, hieß es am Markt. Nun aber kamen von Seiten der Berichtssaison auch vermehrt schlechte Nachrichten. Der Kurs von Zoominfo Technologies
Gitlab
Das Wasserstoff-Unternehmen Plug Power
Die Aktien des Drohnen-Spezialisten Aevex
Der Kurs von Wendy's
Unter den Schlusslichtern im Nasdaq 100 versammelten sich Unternehmen, die zuletzt deutlich von der Hoffnung rund um einen starken Ausbau der Infrastruktur für KI-Rechenzentren profitiert hatten. So knickten Micron
--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---
Quelle: dpa-Afx