NEW YORK (dpa-AFX) - Aus Furcht vor einer weiteren Eskalation des Iran-Krieges sind die Anleger am Freitag bei US-Aktien weiter aus dem Risiko gegangen. Verstärkt wurde die Anspannung vor dem Wochenende von Berichten über die Entsendung weiterer US-Truppen und angeblichen Überlegungen der USA, mit der Insel Kharg ein iranisches Ölexportzentrum unter Kontrolle zu bringen.
Der Dow Jones Industrial
Andere US-Indizes fielen am Freitag deutlicher: Der S&P 500
Das charttechnische Bild gilt als eingetrübt, denn die drei großen US-Indizes notieren inzwischen allesamt unterhalb ihrer 200-Tage-Durchschnittslinien. Letztmals war dies im Frühjahr 2025 der Fall gewesen, als US-Präsident Donald Trump den Märkten den Zollschock versetzt hatte.
Auch andere Anlageklassen waren von Nervosität der Anleger geprägt. Bei US-Staatsanleihen verschärfte sich die Talfahrt, da Börsianer eine steigende Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung der US-Notenbank Fed bis Oktober einpreisten. Auch der Goldpreis setzte seinen jüngsten Rücksetzer fort. Er erreichte ein Tief seit Anfang Februar.
"Da der Konflikt bisher innerhalb des von der US-Regierung angegebenen Zeitrahmens von 4 bis 6 Wochen bleibt, befinden wir uns möglicherweise noch in der Eskalationsphase", warnte der Barclays-Stratege Emmanuel Cau vor der Gefahr weiterer Verluste. Eine Deeskalation sei zwar nicht absehbar, wegen der wachsenden wirtschaftlichen, finanziellen und politischen Kosten des Krieges aber der wohl logischste nächste Schritt.
Neben soliden Ölwerten waren am Freitag die Aktien von Fedex
Im Technologiesektor fielen ARM Holdings
Einen heftigen Kursrutsch um ein Drittel machten dagegen die Aktionäre von Super Micro
Um 13 Prozent hoch sprangen die Aktien des Solartechnik-Herstellers Solaredge
Einen Kursrutsch um zehn Prozent gab es aber umgekehrt bei Mosaic
Quelle: dpa-Afx