LÜBECK (dpa-AFX) - Der U-Boot-Ausrüster Gabler
Bei dieser Kennzahl klammert das Unternehmen die Kosten des jüngst erfolgten Börsengangs sowie Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte aus. Im Vorjahr hatte Gabler vor Zinsen und Steuern einen Gewinn von 12,3 Millionen Euro erwirtschaftet.
Im ersten Quartal erzielte Gabler einen Umsatz von lediglich 5,5 Millionen Euro. Das Unternehmen erklärte dies mit einer projektgetriebenen Geschäftsentwicklung, wie sie in Teilen der Verteidigungsbranche üblich sei. Zugleich wuchs der Auftragsbestand zwischen Ende Dezember und Ende März von knapp 359 Millionen auf fast 377 Millionen Euro. Und für das erste Halbjahr erhofft sich das Management schon einen Erlös von mehr als 24 Millionen Euro.
Der Börsengang habe für Gabler neue Chancen eröffnet und zu einem deutlichen Anstieg der Gespräche mit bisherigen und neuen Kunden geführt, sagte Vorstandschef Schirm. Das Unternehmen habe seine langfristigen Verbindlichkeiten wie geplant bis Ende März vollständig zurückgeführt. Die Gesellschaft verfüge nun über eine schuldenfreie Bilanz und eine starke Nettoliquidität von fast 38 Millionen Euro zur Unterstützung weiteren Wachstums.
Der Marine- und Meerestechnikspezialist Gabler war im März verhalten an der Börse gestartet. Nachdem das Unternehmen die Aktien zu 44 Euro ausgegeben hatte, waren sie bereits am ersten Handelstag leicht gesunken und gaben in den folgenden Monaten weiter nach. Am Montagabend ging das Papier mit 37,40 Euro aus dem Handel.
Gabler ist auf Ausfahrgerätesysteme für U-Boote, Unterwasserkommunikation und -datenmanagement sowie auf Unterwasser-Energiespeicherlösungen spezialisiert. Der Großteil des Nettoumsatzes stammt aus dem Rüstungsgeschäft./stw/mne/stk
Quelle: dpa-Afx