SEOUL (dpa-AFX) - Der angeschlagene südkoreanische Geländewagenspezialist Ssangyong Motor
Das Konsortium wollte Ssangyong für 304,86 Milliarden Won (etwa 227 Millionen Euro) übernehmen. Beide Seiten hatten den Vertrag im Januar unterzeichnet. Der Übernahme hatte ein Insolvenzgericht zugestimmt. Das Unternehmen Edison, das E-Lkws und E-Busse herstellt, hatte zehn Prozent angezahlt. Der Rest sollte laut Ssangyong bis zum vergangenen Freitag eingehen.
Doch hatte Edison nach Berichten der Nachrichtenagentur Yonhap Probleme, die Mittel für die Übernahme aufzubringen. Ssangyong wolle jetzt versuchen, einen neuen Käufer zu finden und dem Insolvenzgericht einen neuen Restrukturierungsplan vorlegen.
Ssangyong ist der viertgrößte südkoreanische Autohersteller. Seit 2011 befindet er sich mehrheitlich im Besitz des indischen Nutzfahrzeugbauers Mahindra & Mahindra. Die Inder hatten seit 2020 vergeblich versucht, ihre Mehrheit zu veräußern. Der Absatz von Ssangyong fiel 2021 nach eigenen Angaben im Jahresvergleich um 21 Prozent auf knapp 84 500 Autos./dg/DP/ngu
Quelle: dpa-Afx