(Im zweiten Absatz wurde ein ausgefallenes Wort ergänzt. Zudem wurde die Überschrift angepasst.)

SEOUL/TOKIO/HONGKONG (dpa-AFX) - Die Börsen in Ostasien haben nach Spekulationen über eine baldige Fortsetzung der US-iranischen Friedensgespräche mit Kursanstiegen zugelegt. Der japanische Leitindex Nikkei 225 stieg bis zwei Stunden vor Handelsende um 2,5 Prozent, der südkoreanische Kospi lag 3,5 Prozent im Plus.

In der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong legte der dortige Leitindex Hang Seng dagegen nur um rund ein halbes Prozent zu. Der CSI-300-Index , der die wichtigsten Aktien auf dem chinesischen Festland abbildet, kletterte um knapp ein Prozent nach oben. Der australische S&P ASX 200 gewann bis zu Mittag etwas mehr als ein halbes Prozent.

Damit scheinen die Märkte auf einen baldigen Deal zwischen Washington und Teheran zu setzen. Nach bisher unbestätigten US-Medienberichten soll Präsident Donald Trump zu einer Fortsetzung der vorerst gescheiterten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran bereit sein.

Am Montag hatte Trump eine Seeblockade der Straße von Hormus begonnen. Die Vereinigten Staaten wollen mit der Blockade verhindern, dass der Iran Gebühren von Reedereien für eine Durchfahrt durch die Meerenge verlangt und das Land gleichzeitig von Öleinnahmen abschneiden. Die ostasiatischen Volkswirtschaften sind stark von Öllieferungen über die Straße von Hormus abhängig.

Die Ölpreise sanken am Dienstag wieder. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni befindet sich derzeit mit knapp 98 Dollar wieder deutlich unter der psychologisch wichtigen Marke von 100 Dollar./fkr/DP/zb

Quelle: dpa-Afx