Dass Wedbush-Analyst Dan Ives ein Fan der Tesla-Aktie ist, ist bekannt. Trotzdem überrascht sein grenzenloser Optimismus immer wieder. In einem Interview mit CNBC sagte Ives jetzt, dass sein bisher genanntes Kursziel von 600 Dollar eher vorsichtig angesetzt sei.
Tesla hat diese Woche mit seinen Quartalszahlen zwar die – zuvor mehrfach gesenkten – Gewinnerwartungen geschlagen. Doch zum ersten Mal in seiner Geschichte musste das Unternehmen. aufs Jahr gesehen, einen Absatz- und Umsatzrückgang bekanntgeben.
Analyst Dan Ives von Wedbush ficht das nicht an. In einem Interview mit dem Börsensender CNBC sagte Ives, 2026 sei „das wichtigste Jahr, das Tesla und Musk jemals hatten. Sie werden jetzt zu einer echten KI-Company.“ Deshalb laute sein Kursziel im Basis-Szenario 600 Dollar und im „Bull-Case“, also wenn alles glatt laufe, 800 Dollar. Träten Ives Kursziele wirklich ein, würde das einen Kursgewinn von 41 Prozent im ersten und sogar 88 Prozent im zweiten Fall bedeuten – obwohl Tesla erst unlängst ein neues Allzeithoch erreicht hatte.
Deshalb ist Ives so euphorisch
Doch was macht Ives so optimistisch? Es sind – wieder einmal die Robotaxis, die Elon Musk diesmal aber wirklich ausrollen will. Allein dadurch könne sich der Börsenwert mittelfristig verdoppeln, hatte Ives schon im Dezember gesagt. Zudem scheint der Analyst davon auszugehen, das Tesla mit xAI, dem KI-Startup von Elon Musk verschmolzen wird, dessen KI-Chabot Grok als eines der potentesten KI-Modelle gilt – das allerdings zuletzt wegen ungefilterten, sexualisierenden Inhalten in der Kritik stand.
„Es ist die Margen-Story, die jetzt beginnt“, erklärte Ives. „Das hat nichts mit Fahrzeugauslieferungen zu tun. Da geht es um Cybercabs (Robotaxis), da geht es um Software, die aus der KI heraus entsteht.“
„2026 wird ein goldenes Jahr“
2025 sei ein Übergangsjahr für Tesla gewesen, „2026 wird ein goldenes Jahr“.
Angesichts der Chancen sei ein Kurs von 600 für ihn „eher auf der enttäuschenden Seite“, sagte Ives, „gemessen daran, was ich glaube was sie erreichen können.“ Dabei gehe es auch um den Markt für humanoide Roboter.
Bestes KI-Investment neben Nvidia
Kurz gesagt: Ives hält Tesla für das beste Hardware-Investment („Physical AI“) im KI-Markt – neben Nvidia. Zudem sei Tesla der einzige Hyperscaler, der das Energieproblem mit eigenen Mitteln lösen könne. Offenbar meint er damit die Solar- und Batteriesparte.
„Strom wird der größte Engpass für die Entwicklung der KI sein“, erklärte Ives bei CNBC. Hyperscaler wie Microsoft, Meta, Google oder Amazon fokussierten sich alle sehr stark darauf, woher sie die Energie für ihre Rechenzentren bekommen. „Das Einzige, was sie stoppen kann, ist nicht fehlendes Kapital für ihre Investitionen. Es ist der Strom.“
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