Der US-Konzern will mit seinem für 10. Dezember geplanten Aktienmarktdebüt davon profitieren, dass vor allem Technologiefirmen in der Corona-Krise an der Börse sehr gefragt sind. Viele Anleger hoffen, durch Investments in solche Unternehmen am beschleunigten Trend zur Digitalisierung teilzuhaben. Auch der Essenslieferdienst DoorDash strebt an die Wall Street.

Zwar leidet auch Airbnb unter den Reisebeschränkungen in der Corona-Krise, kommt aber trotzdem deutlich besser weg als beispielsweise die Hotelbranche. Als Vermittlungsmarktplatz betreibt das Unternehmen mit Sitz in San Francisco keine eigenen Hotels und wenn Menschen derzeit reisen, nutzen sie gern Privatunterkünfte. Im dritten Quartal erzielte Airbnb einen Gewinn von 219 Millionen Dollar, warnte aber davor, sich wohl im Gesamtjahr nicht in den schwarzen Zahlen halten zu können.

Im Frühjahr drosselte Airbnb das Marketing und entließ rund ein Viertel der Beschäftigten. Um durch die Krise zu kommen, bekam das Unternehmen im April eine zwei Milliarden Dollar schwere Kapitalspritze von Investoren wie Silver Lake und Sixth Street Partners. Dabei wurde Airbnb mit 18 Milliarden Dollar bewertet - vor dem Ausbruch der Pandemie in Amerika hatte die Bewertung mit 26 Milliarden noch deutlich darüber gelegen.

rtr