Ein 1,8-Milliarden-Dollar-Vertrag und starken Quartalszahlen treiben die Aktie des amerikanischen Cloud- und Cybersecurity-Spezialisten schon vorbörslich an. Die Aktie schießt um mehr als 22 Prozent in die Höhe –aus gutem Grund.

Cybersecurity- und Cloud-Spezialist Akamai hat am Donnerstagabend für eine Überraschung gesorgt: Ein namentlich nicht genannter führender KI-Modellanbieter habe sich zu Ausgaben von 1,8 Milliarden Dollar über sieben Jahre für Cloud-Infrastrukturleistungen verpflichtet, meldete das Unternehmen. CEO Tom Leighton bestätigte zwar den Deal, nannte den Partner jedoch nicht öffentlich.

Die Reaktion an der Börse ließ nicht auf sich warten: Vorbörslich schoss die Akamai-Aktie am Freitag um mehr als 22 Prozent nach oben. Damit würde der Börsenwert noch einmal um fast 3, 8 Milliarden Dollar steigen. Über die vergangenen zwölf Monate hat das Papier damit bereits rund 37 Prozent zugelegt. Der Deal gilt als starkes Signal, dass Akamaias dezentraler Infrastrukturansatz im KI-Zeitalter zunehmend Anerkennung findet – bei großen Unternehmenskunden ebenso wie bei führenden KI-Entwicklern.

Akamai hat sich auf die Bereitstellung, Beschleunigung und Sicherung von Webinhalten spezialisiert. Seine Server sorgen unter anderem dafür, dass große Websites die am häufigsten abgerufenen Artikelseiten schneller laden und ausliefern können.

Quartalszahlen bestätigen den Wachstumskurs

Parallel zum Mega-Deal legte Akamai solide Erstquartalszahlen vor. Der Gesamtumsatz stieg um sechs Prozent auf über eine Milliarde Dollar – im Rahmen der Erwartungen. Besonders stark entwickelte sich das Cloud-Infrastrukturgeschäft: Die Erlöse sprangen um 40 Prozent auf 95 Millionen Dollar. Der Sicherheitsbereich wuchs um elf Prozent auf 590 Millionen Dollar. Lediglich das klassische Delivery-Geschäft gab um sieben Prozent auf 389 Millionen Dollar nach – ein erwartbarer Effekt im Zuge der strategischen Neuausrichtung. Für das zweite Quartal erwartet das Unternehmen einen Umsatz zwischen 1,08 und 1,1 Milliarden Dollar sowie ein bereinigtes Ergebnis je Aktie zwischen 1,45 und 1,65 Dollar.

KI-Infrastruktur als dritte Säule

Akamai betreibt nach eigenen Angaben die am stärksten verteilte Content-Plattform der Welt – mit Infrastruktur an 4.300 Standorten, in 700 Städten und 130 Ländern. Was einst für Content-Delivery und Cybersicherheit genutzt wurde, wird nun zur KI-Infrastruktur umgebaut. KI-Agenten und Anwendungen sollen möglichst nahe am Endnutzer laufen: für schnellere Reaktionszeiten und eine bessere Nutzererfahrung.

Technologiechef Robert Blumofe bezeichnete Cloud-Infrastrukturleistungen als den am schnellsten wachsenden, wenn auch noch kleinsten der drei Geschäftsbereiche. CEO Leighton zeigte sich überzeugt: „Wir haben eine sehr starke Pipeline mit großen Unternehmenskunden" – und sieht Akamai in einer ausgezeichneten Position, um den Rollout der neuen KI-Wirtschaft zu ermöglichen und abzusichern.

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