Klick und weg - immer mehr Bürger reichen Steuerformulare und Belege nicht mehr in Papierform ein, sondern senden ihre Erklärung elektronisch und verschlüsselt an die Finanzämter. 2016 wurden von 28 Millionen Einkommensteuererklärungen bereits 19 Millionen per Mausklick oder "eTouch" übermittelt. In diesem Jahr dürfte mit erwarteten 20 Millionen papierlosen Erklärungen erstmals die 75-Prozent-Marke geknackt werden.

Füllt man Formulare mit der amtlichen Steuersoftware "Elster-Formular" aus, werden die steuerlichen Gestaltungsspielräume in den meisten Fällen jedoch nicht annähernd ausgeschöpft. Mit Ausnahme von Hinweisen auf offensichtliche Eingabefehler dürfen Bürger vom Fiskus verständlicherweise keine Steuerberatung erwarten. Dadurch bleiben rund 500 Millionen Euro im Jahr 2016 gezahlte Abgaben unnötig in den öffentlichen Kassen.

Ein zusätzlicher Ansporn für Steuerpflichtige, die ungeliebte Pflichtaufgabe des Fiskus bis zum regulären Abgabestichtag 31. Mai in Angriff zu nehmen: Für das Veranlagungsjahr 2016 können sie mit durchschnittlich 950 Euro Erstattung pro Einkommensteuerbescheid rechnen.

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Schnell und bequem durch die Erklärung



Wer kein Geld für einen Steuerberater aus Fleisch und Blut ausgeben, aber trotzdem effektiv sparen möchte, kann sich von digitalen Helfern durch die Steuererklärung 2016 lotsen lassen. Welche fünf kommerziellen Programme speziell Kapitalanlegern die besten Steuerspartipps und die höchste Bequemlichkeit bieten, hat BÖRSE ONLINE in einem Produktcheck ermittelt. Die Bestnoten verdienten sich "Wiso Steuer: Sparbuch", "SteuerSpar-Erklärung", "Taxman", "Tax" und "Quicksteuer".

Alle Wettbewerber versuchen, von den hohen Wachstumsraten bei der vorausgefüllten Steuererklärung zu profitieren. 2016 nutzten bereits rund fünf Millionen Bürger das 2014 eingeführte Service-Angebot, ihre bei Finanzverwaltung und Sozialversicherungsträgern gespeicherten Daten per Abruf in die Formulare zu übertragen. Diese sind spätestens ab 28. Februar des Folgejahrs verfügbar. "Elster hat sich zum umfassenden Schnittstellenpaket für signierten Datenversand gemausert", lobt Peter Schmitz, Geschäftsführer des Marktführers Buhl Tax Service.

Genau dort setzen die Programme an. Sie prüfen die aus amtlichen Quellen eingeflossenen Daten und zeigen Nutzern für jedes relevante Feld Steuersparmöglichkeiten auf. Im Idealfall müssen diese ihre so optimierten Angaben nur noch per Klick bestätigen, die Eingabe mittels Tastatur entfällt. Um neue Kunden zu gewinnen, gehen die Anbieter noch einen Schritt weiter: Bei Buhl Data (Wiso und Tax) und Akademischer AG (SteuerSparErklärung) müssen sich Nutzer nicht mehr selbst um Elster-Registrierung, Softwarezertifikat und Anmeldung zur vorausgefüllten Steuererklärung kümmern.

Immer wichtiger wird für Nutzer von Steuersoftware die Nachbetreuung ihres Falls. Ist der Steuerbescheid zugestellt - ab diesem Jahr ist die Bekanntgabe für Elster-Nutzer auch elektronisch möglich -, können sie innerhalb eines Monats Einspruch beim Finanzamt einlegen.

Ein Aufwand, der sich oft auszahlt: In zwei von drei Fällen werden Bescheide zugunsten der Steuerzahler korrigiert. Ursachen für die hohe Fehlerquote des Fiskus sind die Automatisierung bei der Datenerfassung und bei der Bearbeitung der Steuererklärungen sowie die knapp bemessene Zeit, die Sachbearbeiter pro Fall zur Verfügung haben - in der Regel sind es nur noch rund zwanzig Minuten.

"Ab 2017 können Einsprüche elektronisch direkt aus der Software versendet werden", erklärt Ingo Lahrkamp, Software-Programmleiter der Akademischen AG. Deren Software vergleicht den Bescheid mit der Steuererklärung - und erstellt automatisch ein individualisiertes Musterschreiben für den Einspruch. Auch Buhl Data bietet diese Hilfestellung: "Wir arbeiten konsequent an neuen Funktionen, die Anwender bei der Steuererklärung und beim Einspruch unterstützen", sagt Buhl-Geschäftsführer Schmitz.

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Trend zu Download- und Online-Version



Deutlich erkennbar ist auch der Trend weg von den klassischen Box-Editionen hin zu Programm-Downloads im Internet und reinen Online-Steuererklärungen. Buhl Data bietet bereits seit zwei Jahren eine nahtlose Wechselmöglichkeit zwischen Desktop, Browser und Tablet. Nun will die Konkurrenz nachziehen und plant für die bisherigen PC-Flaggschiffe Steuersparerklärung, Taxman und Quicksteuer auch webbasierte Varianten.

STEUERSOFTWARE-GEWINNSPIEL



Frage: Wann ist der reguläre Abgabestichtag für die Steuererklärung 2016?

a) 31. Mai 2017
b) 31. Juli 2017

Unter allen richtigen Einsendungen verlost der Finanzen Verlag zehn Softwarepakete der aktuell getesteten Produkte. Schreiben Sie eine Mail mit dem Betreff "Steuer-Gewinnspiel" und Ihrer Antwort an gewinner@finanzenverlag.de oder senden Sie eine Postkarte mit dem Stichwort "Steuersoftware-Gewinnspiel" an die Redaktion BÖRSE ONLINE, Bayerstraße 71 - 73, 80335 München

Die Teilnahme am Gewinnspiel ist kostenlos und freiwillig. Zur Teilnahme berechtigt sind alle Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben. Nicht teilnahmeberechtigt sind Mitarbeiter der Finanzen Verlag GmbH und Personen, die mit der Durchführung des Gewinnspiels betraut sind, sowie deren jeweilige Angehörige. Die Teilnahme am Gewinnspiel ist bis zum Stichtag 28.02.2017 möglich. Zur Fristwahrung sind die Zugangszeit der E-Mail beim Finanzen Verlag oder das Datum des Poststempels maßgebend. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Eine Barauszahlung, Änderung oder ein Umtausch der Gewinne ist nicht möglich. Gewinnansprüche sind nicht übertragbar. Gewinner der Verlosung werden nach der Ziehung schriftlich vom Finanzen Verlag benachrichtigt.