Furcht vor rascher US-Zinswende belastet Bitcoin, Ether und Co - Inflationsdaten ante portas


Die Ernüchterung über den Start in das Jahr 2022 bleibt unter Börsianern groß. Auch in der zweiten Handelswoche im neuen Jahr bleiben die Vorzeichen am Markt vorerst negativ. Der Gesamtmarkt aller Krypto-Assets notiert laut des Branchenportals CoinMarketCap mittlerweile wieder unter der Marke von zwei Billionen Dollar.

Die am vergangenen Mittwoch veröffentlichten Mitschriften der jüngsten US-Notenbanksitzung haben einen insgesamt aggressiveren Zinserhöhungszyklus signalisiert und Anlegern kalte Füße beschert. In den Reihen des Währungshüters rechnet man mittlerweile damit, dass die Inflation in Zukunft höher und hartnäckiger ausfällt als bislang angenommen. Nicht zuletzt die Entwicklung des Arbeitsmarktes und damit der Wirtschaft lassen ein schnelleres Drehen an den Zinsschrauben rechtfertigen, hieß es.

Auch wenn der jüngste US-Arbeitsmarktbericht vom vergangenen Freitag enttäuscht hatte, dürfte die Notenbank von ihrem Plan der restriktiveren Geldpolitik nicht so schnell abrücken. Mit großer Spannung sollten Anleger auf die zur Wochenmitte anstehenden Inflationsdaten blicken.

Unruhen in Kasachstan setzten Mining-Branche zu - Unsicherheiten möglich


Die brisante Situation in Kasachstan hat der Mining-Branche in der vergangenen Woche zugesetzt. Angesichts der Unruhen hatte die Regierung zwischenzeitlich das Internet in der Mining-Hochburg abgestellt. Nur in den Vereinigten Staaten wird das sogenannte Mining noch stärker betrieben. Im vergangenen August stellte Kasachstan rund 20 Prozent der weltweiten Rechenleistung für das Bitcoin-Netzwerk zur Verfügung. Der Wandel resultiert dabei vor allem durch das im vergangenen Jahr ausgesprochene Mining-Verbot im Reich der Mitte. Zahlreiche Betriebe sind daraufhin in Nachbarländer abgewandert oder haben ihr Geschäft aufgegeben. Direkte Auswirkungen auf den Markt sind durch den Internetausfall allerdings nicht direkt abzulesen. Dennoch könnte der jüngste Zwischenfall die ohnehin bestehende Unsicherheit am Markt forciert und dort ansässige Miner zum zwischenzeitlichen Verkauf ihrer Assets bewogen haben.

Bitcoin: Die 40.000-Dollar-Marke wackelt - so könnte es nun weitergehen


Angesichts der Befürchtung einer raschen Zinswende in den USA könnten Anleger Krypto Assets in den kommenden Tagen weiter mit spitzen Fingern anfassen. Dabei dürften nicht zuletzt die zur Wochenmitte anstehenden Inflationsdaten für Bewegung sorgen. Im November notierte die Teuerung im Vergleich zum Vorjahresmonat auf dem höchsten Stand seit 40 Jahren. Ein neuer Preisschub könnte die US-Notenbank in Ihrem Vorhaben weiter bekräftigen.

Aus Sicht der Charttechnik droht mit dem Rutsch unter die psychologische Marke von 40.000 Dollar neues Ungemach. Im Szenario eines signifikanten Rutsches unter besagte Hürde müssen sich Anleger zwangsläufig mit 37.000 -und 30.000 Dollar auseinandersetzen.

Die Unruhen in Kasachstan sollten Investoren zwar grundsätzlich weiter auf dem Schirm haben. Größere Unsicherheiten sollten in diesem Fall für den Krypto-Markt allerdings nicht daraus resultieren. Politische Börsen könnten in diesem Fall kurze Beine haben.