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Börsenprofis sehen beim DAX noch Luft nach oben

Börsenprofis sehen beim DAX noch Luft nach oben
15.01.2014 12:01:42

Die führenden Vermögensverwalter Deutschlands sehen den DAX trotz des steilen Anstiegs um 25 Prozentim Vorjahr auch 2014 weiter im Aufwind. Das geht aus dem Asset Manager Barometer von BÖRSE ONLINE und der Berliner Kommunikationsagentur FinKomm für den Dezember hervor. Von Wolfgang Ehrensberger

Der Durchschnitt aus allen Erwartungen bis zum Jahresende ergibt 9978 Punkte für das Börsenbarometer, knapp sechs Prozent mehr als Ende 2013. Das geht aus dem Asset Manager Barometer von BÖRSE ONLINE und der Berliner Kommunikationsagentur FinKomm für Januar hervor.

Außerdem erwarten die Börsenprofis ein Ende des Preisverfalls bei Gold. Das Edelmetall sollte demnach mit einem leichten Plus von 0,6 Prozent aus dem Jahr 2014 gehen. Der US-Dollar soll in den nächsten zwölf Monaten auf seinem derzeitigen Niveau bleiben. Am meisten Potenzial unter den international führenden Börsenindizes hat nach Meinung der Börsenprofis in diesem Jahr der europäische Aktienindex Euro Stoxx, der die 50 größten börsennotierten Unternehmen der Eurozone abbildet. Vor dem DAX auf Rang 3 steht noch der japanische Nikkei-Index. Am wenigsten trauen die Experten dem TecDAX und dem brasilianischen Bovespa-Index zu. v Unzufrieden mit Regulierung

Die Börsenprofis befassten sich diesmal auch mit der Frage, inwieweit der Eigenhandel von Banken aus regulatorischer Sicht eingeschränkt werden sollte, um künftigen Milliardenverlusten vorzubeugen. Eine entsprechende Regelung in den USA (Volcker-Rule) untersagt den dortigen Geldhäusern ab 2015 den Handel auf eigene Rechnung. Die befragten Vermögensverwalter stehen einem generellen Verbot des Eigenhandels von Banken mehrheitlich skeptisch gegenüber. 55 Prozent lehnen dies ab, 45 Prozent sind dafür. "Wir brauchen keine neuen Verbote, sondern angepasste Eigenkapitalregeln, die übermäßigen Eigenhandel automatisch begrenzen", sagt beispielsweise Marco Herrmann vom Vermögensverwalter Fiduka. Andere Experten kritisieren die Bürokratisierung der Aufsicht, die durch Eingliederung in die EZB noch verstärkt wird.

Nur rund ein Drittel der Befragten ist der Ansicht, dass die EU aus der Finanzkrise die richtigen Lehren gezogen hat. Begründet wird dies mit der nach wie vor unzureichenden Eigenkapitalausstattung der Geldhäuser, dem Haftungsrisiko für die Steuerzahler und der unterschiedlichen Lage der Staatsfinanzen in den einzelnen Ländern.


Bildquelle: Finanzen Verlag GmbH

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