Berkshire Hathaway hat mit Tokio Marine bereits das sechste Japan-Investment getätigt und Buffett-Nachfolger Greg Abel macht klar: Die Japan-Strategie wird ausgebaut. Welche Branchen und Aktien als nächste Kandidaten gelten und wie Anleger den Trend alternativ über einen möglichst währungsgesicherten Nikkei-225-ETF abbilden können.

Japan ist an der Börse zurück auf der großen Bühne und diesmal nicht nur, weil die Kurse steigen, sondern weil sich die Spielregeln verändern. Seit die Tokioter Börse Firmen stärker drängt, Kapital effizienter einzusetzen, hat sich die Aktionärsorientierung spürbar erhöht: Dividenden und Aktienrückkäufe gewinnen an Gewicht, Maßnahmenpläne werden zur Pflicht, und ausländische Investoren stoßen häufiger auf konstruktiven Dialog. Genau dieses Umfeld passt zu Berkshire: keine feindlichen Übernahmen, sondern Minderheitsbeteiligungen mit langem Atem und Partnerschaften, die das operative Geschäft nicht auf den Kopf stellen, aber Renditepotenzial freilegen.

Wer die „Japan-Story“ nicht über einzelne Aktien spielen will, kann den strukturellen Wandel auch breit abbilden – über einen möglichst währungsgesicherten ETF auf den Nikkei 225. Der Xtrackers Nikkei 225 bündelt Japans wichtigste Blue Chips und bietet damit einen einfachen Zugang zu einem Markt, der von Reformdruck, steigenden Ausschüttungen und einer neuen Kapitaldisziplin profitieren kann. Für Anleger ist das die pragmatische Variante: Japan im Depot, ohne sich auf den einen Gewinner festlegen zu müssen.

Nikkei 225 vs DAX
Foto: Börsenmedien AG

Noch näher an der klassischen Buffett-Logik liegt jedoch ein Geschäftsmodell, das von Natur aus einen Burggraben besitzt: Schienennetze. Genau deshalb rückt Central Japan Railway in den Fokus. Der Betreiber der Tokaido-Shinkansen-Linie steht für ein Stück japanischer Ingenieurskunst und zugleich für ein Geschäft, das in seiner Struktur äußerst schwer angreifbar ist. Genehmigungen, Sicherheitsanforderungen, Infrastruktur und Kapitalbedarf bilden Eintrittsbarrieren, die potenzielle Wettbewerber faktisch ausschließen. Wer solche Monopol-ähnlichen Strukturen mit planbaren Cashflows schätzt, erkennt die Parallele zu Berkshires eigener US-Eisenbahn BNSF Railway sofort.

Zusätzliche Fantasie liefert bei JR Central das Maglev-Projekt, ein Magnetschwebezug, der Tokio und Osaka perspektivisch deutlich schneller verbinden soll. Das Vorhaben ist groß, langfristig angelegt und nicht frei von Verzögerungen – doch gerade solche Infrastrukturprojekte können auf Jahrzehnte hinaus strategische Bedeutung schaffen. Für langfristig orientierte Anleger ist es die Kombination, die zählt: ein starkes Kerngeschäft mit hohen Eintrittsbarrieren plus eine Zukunftsoption, die das Profil weiter schärfen kann.

Doch mit Central Japan Railway soll es nicht getan sein. Wenn Sie wissen wollen, welche drei Aktien aus welchen Branchen ebenfalls im Fokus vom Buffett-Nachfolger stehen könnten, dann lesen Sie die aktuelle Ausgabe von BÖRSE ONLINE.

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