9. Dezember 2020 - Nach enttäuschenden Geschäftszahlen brechen GameStop-Aktien um fast 20 Prozent auf 13,66 Dollar ein.
11. Januar 2021 - GameStop beruft mehrere altgediente Experten für Online-Handel in die Geschäftsführung.
12. Januar 2021 - Startschuss für die Kursexplosion bei GameStop. Der Analysefirma S3 Partners zufolge beläuft sich das Volumen der Wetten auf einen Preisrückgang zu diesem Zeitpunkt auf 1,4 Milliarden Dollar.
12. bis 18. Januar 2021 - Die GameStop-Aktie steigt unter starken Schwankungen um insgesamt etwa 80 Prozent auf 35,50 Dollar.
19. Januar 2021 - Der Shortseller Citron zweifelt in einem Tweet das Geschäftsmodell von GameStop an und prophezeit einen raschen Rückfall des Kurses. Die Aktie steigt dennoch um weitere elf Prozent.
25. Januar 2021 - Der Hedgefonds Melvin Capital muss mit einer Finanzspritze von fast drei Milliarden Dollar gerettet werden. Er hatte sich mit GameStop-Aktien verspekuliert. Die Titel des Videospielehändlers legen zeitweise 144 Prozent zu.
26. Januar 2021 - Tesla-Gründer Elon Musk verlinkt in einem Tweet auf das Anlegerforum "Wall Street Bets" auf der Online-Plattform Reddit. Hier hatten sich Börsianern zufolge Kleinanleger in den vorangegangenen Tagen zu konzertierten Käufen von GameStop-Aktien verabredet, um Hedgefonds zur Auflösung ihrer Wetten auf einen Kursverfall zu zwingen. Die Titel des Videospielehändlers schließen fast 100 Prozent im Plus bei 147,98 Dollar.
27. Januar 2021 - Melvin und Citron räumen ein, ihre Wetten auf einen fallenden GameStop-Kurs unter großen Verlusten komplett aufgelöst zu haben. Mit einem Plus von zeitweise fast 160 Prozent verbuchen die Titel des Videospielehändlers den bislang größten Kurssprung der Firmengeschichte. Sie schließen 135 Prozent im Plus bei 347,51 Dollar.
28. Januar 2021 - GameStop-Aktien steigen zunächst um 150 Prozent auf ein Rekordhoch von 482,95 Dollar, schließen aber mit einem Rekord-Tagesverlust von gut 44 Prozent bei 193,60 Dollar. Mehrere Broker, darunter die Online-Handelsplattform Robinhood, schränken wegen der Kurskapriolen Geschäfte mit diesen Papieren ein.
29. Januar 2021 - Nach einem öffentlichen Aufschrei werden die Beschränkungen wieder gelockert. Die Papiere des Videospielehändlers steigen um 68 Prozent.
1. Februar 2021 - Eine Talfahrt von GameStop beginnt: Die Aktie fällt um gut 30 Prozent. In den darauffolgenden Tagen gibt sie den Großteil ihrer zwischenzeitlichen Kursgewinne wieder ab. Die neue US-Finanzministerin Janet Yellen prüft zwar die Umstände des GameStop-Hypes, verzichtet zunächst aber auf Konsequenzen.
10. Februar 2021 - Es wird bekannt, dass der US-Kongress die Vorgänge genauer unter die Lupe nehmen will. Mehrere im Zentrum der Vorgänge stehende Personen, darunter die Chefs der Hedgefonds Citadel und Melvin, sollen im Rahmen einer Anhörung Rede und Antwort stehen.
17. Februar 2021 - Auch der YouTuber "Roaring Kitty", der mit wirklichem Namen Keith Gill heißt, muss aussagen. Gegen ihn wird eine Sammelklage eines Käufers von GameStop-Optionen aus dem Bundesstaat Washington eingereicht. Gill wird vorgeworfen, seine Finanzausbildung verheimlicht und Privatanleger zum Kauf von überteuerten Aktien gebracht zu haben.
18. Februar 2021 - Am Tag der Anhörung der Hauptprotagonisten in der Saga vor dem Repräsentantenhaus gehen die Papiere auf Berg- und Talfahrt.
24. und 25. Februar 2021 - Die Kapriolen halten an: In der Schlussphase des Handels an der Wall Street schießen GameStop-Aktien um mehr als 100 Prozent in die Höhe. Am Tag darauf geht es zeitweise erneut rund 100 Prozent hoch. Börsianer rätseln über den Auslöser und die Bedeutung einer Twitter-Nachricht mit dem Bild einer McDonald's-Eistüte und eines Frosch-Emojis durch einen GameStop-Großaktionär.
Anfang März 2021 - Die Rally geht weiter, zusätzlich befeuert von einem neuen Posten für den GameStop-Großaktionär Ryan Cohen. Der Gründer des Online-Tierbedarfshändlers Chewy.com soll das Internet-Geschäft des Videospielehändlers auf Vordermann bringen.
10. März 2021 - Das US-Repräsentantenhaus verabschiedet die billionenschweren Corona-Staatshilfen. Experten gehen davon aus, dass zahlreiche US-Bürger die Direktzahlungen des Staates zum Teil in den Kauf von Aktien des Videospielehändlers oder anderer in Internet-Anlegerforen beliebten Firmen stecken werden. Die Titel von GameStop steigen zeitweise um gut 40 Prozent auf 348,40 Dollar. Anschließend fallen sie zeitweise um 30 Prozent, bevor sie mit einem Plus von rund sieben Prozent in den Feierabend gehen.
rtr
Chronik: Aufstieg und Fall der GameStop-Aktie
· Börse Online Redaktion
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