Zuletzt sind die Kurse an den Börsen deutlich unter Druck geraten, doch ein Experte sieht in dieser angespannten Situation eine historische Kaufchance. Das müssen Anleger jetzt unbedingt wissen.
Bereits vor einem Jahr, im Rahmen des Liberation Day, ging es mit den Kursen an den Aktienmärkten deutlich nach unten. Wer damals den Mut hatte, nachzukaufen, hat sich eine goldene Nase verdient. Und auch diesmal dürfte es so laufen, meint zumindest die Investmentbank HSBC.
Experte sieht historische Chance an der Börse
So schrieb Max Kettner, Chefstratege für Multi-Asset-Strategien bei HSBC, dass der Aktienmarkt sein erstes richtiges Kaufsignal seit dem Liberation Day produziert hätte.
Von ihm hieß es: „Seit letzter Woche hat sowohl die systematische Positionierung als auch insbesondere die diskretionäre Positionierung – vor allem im Bereich der Absicherung – das erste richtige Käufersignal für das breitere Spektrum risikobehafteter Anlagen seit dem Börsencrash ausgelöst.“
Kettner verwies auf Momentum-Signale, Put-Call-Verhältnisse, Schiefe und Anlegerstimmungsumfragen, darunter AAII und Investor Intelligence, die diese Entwicklung bestätigen. Mehrheitlich wird dadurch ein Boden an den Märkten angezeigt.
Das müssen Anleger jetzt beachten
Glaubt man also Kettner von der HSBC, dann könnte ein Ende des Abverkaufs ins Haus stehen und womöglich eine Erholungsrallye beginnen. Der Experte warnte allerdings davor, dass ein Überschreiten der Marke von 4,5 Prozent bei den 10-jährigen Staatsanleihen eine Stabilisierung bremsen und den Abverkauf neu vorantreiben könnte.
Einen wirklichen Schutz gegen eine solche Korrektur gebe es nicht, so Kettner. „Nichts funktioniert, egal ob es sich um Schwellenländer, Kredite, Zinsen oder Aktien handelt“, sagte er.
Investoren, die sich jetzt sicher und gleichzeitig offensiv aufstellen wollen, sollten dennoch einen Blick auf den BÖRSE ONLINE Stabile Werte Index werfen.
Häufig gestellte Fragen
Warum sieht die HSBC aktuell das erste echte Kaufsignal seit einem Jahr?
Laut Max Kettner, Chefstratege der HSBC, deutet die Kombination aus systematischer Positionierung und massiver Absicherung der Anleger auf einen Marktboden hin. Wichtige Indikatoren wie das Put-Call-Verhältnis, Momentum-Signale und Stimmungsumfragen (AAII) haben ein Niveau erreicht, das historisch oft einer Erholungsrallye vorausging. Dieses Signal ist das erste seiner Art seit den Marktturbulenzen rund um den „Liberation Day“ im Vorjahr.
Welche Risiken könnten die prognostizierte Erholungsrallye gefährden?
Trotz der positiven Signale warnt die HSBC vor der Entwicklung am Rentenmarkt. Sollte die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen die kritische Marke von 4,5 Prozent überschreiten, könnte dies die Stabilisierung der Aktienmärkte abrupt bremsen. Ein solcher Zinsanstieg würde den Verkaufsdruck bei risikobehafteten Anlagen wie Aktien und Krediten erneut verschärfen und technische Bodensignale hinfällig machen.
Wie sollten sich Anleger laut der HSBC-Einschätzung positionieren?
Da in einer echten Korrekturphase weder Schwellenländer noch Zinsprodukte zuverlässigen Schutz bieten, empfiehlt die HSBC Wachsamkeit gegenüber makroökonomischen Schwellenwerten. Das aktuelle Szenario bietet zwar eine historische Kaufchance, doch die Stabilisierung ist fragil. Investoren können diese Phase nutzen, um in strategisch ausgewählte Indizes zu investieren, die auf Stabilität und Substanz setzen, solange die Zinsrenditen unter der Belastungsgrenze bleiben.
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