von Andreas Büchler




Chart 1 - DAX im Intraday-Chart







Zunächst ein Blick auf die Ausgangslage: Der Markt steigt bereits seit Ende September wieder, und hat in diesem Zeitraum mehr als 2000 Punkte zugelegt. Als jüngster Erfolg ist der Ausbruch über die 200-Tage-Linie vor einer Woche zu werten. Denn an diesem viel beachteten langfristigen Trendindikator hat sich der Deutsche Aktienindex zunächst die Zähne ausgebissen, da viele Gewinnmitnahmen im Bereich dieser bei aktuell 11.085 Punkten verlaufenden Durchschnitts erfolgten. Nun könnte diese Marke einen Rollentausch vollziehen, und als Orientierungsschwelle für Nachkäufe dienen - vor allem für Anleger, die jetzt noch auf den fahrenden Zug aufspringen wollen.

Die EZB-Pressekonferenz am Nachmittag hat das Potenzial, den Index zeitweise wieder zurück unter diese Marke zu treiben. Stärkere Ausschläge in beide Richtungen sind an diesen Terminen erfahrungsgemäß möglich. Die erste, bei 11.120 bis 11.150 Punkten im sehr kurzfristigen Fünf-Minuten-Chart auf Seite 4 erkennbare Unterstützung könnte dabei schnell durchbrochen werden. Selbst Ausschläge bis 10.950/11.000 an den unteren Rand des statistischen Prognose-Korridors (dunkelgrüne Fläche im Ein-Stunden-Chart) sind im Extremfall möglich. Dort dürfte auch der Monatsdurchschnittskurs (blaue Kurve) eine gute Gelegenheit zur Schnäppchenjagd bieten, zumindest war er das bei vergangenen Kontakten in den letzten Wochen.

Auch nach oben kann der DAX ausschlagen, mittelfristig ist das sowieso die wahrscheinliche Trendrichtung. Hier reicht das Potenzial zunächst zurück bis an die 11.250er-Marke, die erst als Unterstützung, dann als Widerstand in Erscheinung getreten ist. Anschließend ist bei 11.330 Verkaufsbereitschaft zu erwarten, dort hat sich eine weitere schwache Barriere in den vergangenen Tagen herauskristallisiert. Auf längere Sicht ist dann erst bei 11.515/11.520 die (weiter steigende) Obergrenze des Aufwärtstrends sowie des Prognose-Korridors das nächste Kursziel.



Chart 2 - Tageschart mit Abstand zur 21-Tage-Linie





Der Tageschart liefert einen länger zurück reichenden Blick auf den Kursverlauf des Deutschen Aktienindex. Hier werden Kursmarken erkennbar, an denen es in den vergangenen Monaten und Jahren zu mehreren Wendepunkten gekommen ist (mittelfristige Unterstützungen und Widerstände). Sie sind oft stärker als die nur vorüber gehend wirksamen Chartniveaus im Fünf-Minuten- oder Ein-Stunden-Chart auf der ersten Seite der Analyse.



Chart 3 - Wochen- oder Monatschart





Für langfristig denkende Anleger sind Wochen- oder Monatscharts am wichtigsten. Sie blendet die Tagesschwankungen des Marktes aus und zeigen die Tendenz aus einer übergeordneten Perspektive. Kommt es hier zu einem Trendwechsel oder einem Verkaufssignal, hat dies oft nachhaltige Auswirkungen.



Chart 4 - DAX-Spezialchart

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Unterstützungen und Widerstände









class = "text_center">Trading-Idee kurzfristig (steigend)
Basiswert DAX
Produktvorstellung Turbo Bull
WKN CW4R8Y
Emittent Citi
Laufzeit 3/18/16
Basispreis 9,300
Knock-Out-Schwelle 9,300
Hebel 5.7
Kurs in Euro 19.78
Trading-Idee kurzfristig (fallend)
Basiswert DAX
Produktvorstellung Turbo Bear
WKN HU1A35
Emittent HypoVereinsbank
Laufzeit 3/31/16
Basispreis 12,000
Knock-Out-Schwelle 12,000
Hebel 15.6
Kurs in Euro 7.22
Trading-Idee langfristig (steigend)
Basiswert DAX
Produktvorstellung Turbo Optionsschein Long
WKN UT1EBR
Emittent UBS
Laufzeit 3/30/16
Basispreis 8,000
Knock-Out-Schwelle 8,000
Hebel 3.4
Kurs in Euro 32.78
Trading-Idee langfristig (fallend)
Basiswert DAX
Produktvorstellung Turbo Short
WKN DG5SGH
Emittent DZ Bank
Laufzeit 6/24/16
Basispreis 13,550
Knock-Out-Schwelle 13,550
Hebel 5.0
Kurs in Euro 22.72




Andreas Büchler ist Herausgeber des Magazins und Vorstand der Qarat AG, einer auf Quantitative Analyse und Algorithmic Trading spezialisierten Forschungsgesellschaft für Börsenhandelssysteme.

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