Der Index der mittelgroßen Unternehmen MDax verlor am Freitag 0,38 Prozent auf 23 490,22 Punkte. Beim Technologie-Index TecDax stand ein Minus von 0,06 Prozent auf 1928,44 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 bewegte sich ebenfalls kaum vom Fleck.
ALLE AUFMERKSAMKEIT AUF JANET YELLEN
Die Wall Street hat die Korrektur ihrer Rekordrally bereits begonnen - und in der Folge am Morgen auch die asiatischen Börsen. Nach einem Höchststand von 21 169 Punkten am Mittwoch war der Dow Jones Industrial wieder auf rund 21 000 Punkte zurückgefallen.
Zudem sorge hierzulande das bevorstehende Wochenende für Verkaufsdruck - auch wenn der Markt noch nicht besonders überhitzt sei, schrieb Chartexperte Franz-Georg Wenner vom Börsenstatistik-Magazin Index-Radar.
Nach Börsenschluss in Frankfurt stehen derweil wieder Reden von US-Notenbankern an. Marktseitig ist eine weitere Leitzinserhöhung im März der Landesbank Helaba zufolge mehrheitlich eingepreist - Fed-Vizepräsident Stanley Fischer und Notenbank-Chefin Janet Yellen hätten nun Gelegenheit, hier für Klarheit zu sorgen. Dabei habe Yellen das letzte Wort, ergänzten die Devisen-Experten der Commerzbank. Die Aufmerksamkeit dürfte wohl allein auf sie gerichtet sein.
FREENET AN TECDAX-SPITZE
Am Dax-Ende fielen die Aktien des Industriegaseherstellers Linde um knapp 2 Prozent. Ein Börsianer sah den Grund in einem Magazinbericht über Widerstand gegen den Zusammenschluss mit dem US-Konzern Praxair . "Gewerkschaftsvertreter und Betriebsräte positionieren sich gegen eine Fusion von Linde und Praxair", hieß es bei der "Wirtschaftswoche". Auslöser sei ein Schreiben von Praxair-Chef Steve Angel an seine Mitarbeiter. Er habe darin versprochen, im alten Stil weiterzuarbeiten - also wohl "deutlich rentabler als Linde" und mit "knallharter Profitorientierung", so das Magazin.
Ferner ging die Berichtssaison der Unternehmen in eine neue Runde. So hätten die vorläufigen Jahreszahlen des Mobilfunkdienstleisters Freenet die Erwartungen übertroffen, sagte ein Händler. Überrascht hätten zum Beispiel der Barmittelzufluss und der durchschnittliche monatliche Umsatz. Die Aktien zogen an der TecDax-Spitze um 3,04 Prozent auf 29,345 Euro an und notieren damit wieder auf dem Niveau von Anfang 2016.
KLÖCKNER & CO NACH STUDIE UNTER DRUCK
Schließlich fielen die Aktien von Klöckner & Co im SDax um 2,74 Prozent. Die US-Bank Goldman Sachs hatte die Kaufempfehlung für die Papiere des Stahlhändlers gestrichen. Die Aufwärtsdynamik der Stahlpreise lasse nach, schrieb Analyst Eugene King.
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