Dax nur dank Siemens-Kursgewinn stabil - US-Atom-Ausstieg belastet kaum
· Börse Online Redaktion
Zur Wochenmitte hielt sich der Dax nur dank hoher Siemens Kursgewinne einigermaßen stabil. Am Vormittag kam der deutsche Leitindex mit 12.962 Punkten dem Widerstand von 13.000 Punkten nahe. Dies erwies sich allerdings als zu große Hürde. Daraufhin drehte der Dax ins Minus. Bis zum Börsenschluss kletterte der Dax leicht ins Plus.
Anders als erwartet belastete der US-Ausstieg aus dem Atomabkommen mit dem Iran die deutschen Börsen kaum. Analysten warnen jedoch davor, die Situation nicht zu unterschätzen. Denn gelingt es der EU nicht, das Abkommen ohne Hilfe der USA zu erhalten, drohen erneut Verschärfungen im Nah-Ost-Konflikt.
Auch an der Wall Street waren keine negativen Impulse durch den Atom-Ausstieg spürbar. Die amerikanischen Börsen öffneten im Plus. Der starke Anstieg der Ölpreise und die damit verbundene Inflationsangst, beunruhigte die Aktionäre weiterhin. Die Renditen der zehnjährigen US-Staatsanleihen wurden dadurch wieder auf drei Prozent geschoben. Zur Stunde notiert der US-Leitindex Dow Jones mit 0,1 Prozent im Plus bei 24.371,54 Punkten.
Auf Unternehmensseite stand weiter die Bilanzflut im Fokus der Anleger.
Das Dax-Schwergewicht Siemens stellte am Mittwoch seine Zahlen vor. Die Aktie legte daraufhin um zeitweise mehr als vier Prozent zu und stütze somit den schwächelnden Dax. Das Unternehmen erhöhte seine Ergebnisprognose je Aktie für das Gesamtjahr. Besonders gelobt wurden am Markt das gut laufende Digital-Geschäft und der starke Auftragseingang.
Die Telekom-Aktie war am Mittwoch nach den Zahlen mit mehr als zwei Prozent im Minus, hinter der Deutschen Lufthansa mit minus vier Prozent, der Verlierer im Dax. Grund hierfür ist der steigende Wettbewerbsdruck, nachdem Vodafone eine Teil-Übernahme des Breitbandanbieters Liberty Global angekündigt hatte.
Im MDax verlor das ProSiebenSat.1-Papier knapp zehn Prozent nach Bekanntgabe der Zahlen. Zuvor war die Aktie seit Mitte März um über 17 Prozent nach oben gestiegen. Das schwach erste Quartal enttäuschte die Anleger und trübte die Erwartung auf kommende Quartale ein.
Mit Kursgewinnen von zeitweise 14 Prozent war der Halbleiterhersteller Dialog Semiconductor im TecDax der Gewinner. Rückenwind bekam das Unternehmen durch das gut laufende iPhone-Geschäft. Gleichzeitig möchte der Chiphersteller seine Abhängigkeit von Apple weiter verringern.
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