DAX-Reverse-Bonuszertifikat: Ein wenig Absicherung schadet nicht
· Börse Online Redaktion
Die Kurserholung der vergangenen Wochen sei eine Reaktion darauf, dass das Eventrisiko Brexit-Referendum, welches die Aktienkurse vor der Volksbefragung zunächst ausgebremst hätte, weggefallen sei, erklärt Stefan Bielmeier, Bereichsleiter Research und Chefvolkswirt der DZ Bank. "Die vorhandene Liquidität kehrte daraufhin zurück an die Märkte, Aktien profitierten wegen ihrer im Vergleich zu Anleihen deutlich höheren Gewinn- und Dividendenrenditen überproportional." In der Tat: Während rund drei Viertel der deutschen Bundesanleihen inzwischen negativ rentieren, gibt es bei DAX-Aktien im Schnitt gut 2,8 Prozent Dividendenrendite zu holen. Neben der relativen Vorteilhaftigkeit gebe es aus seiner Sicht aktuell kein weiteres Argument, das für eine kurzfristige Investition in Aktien spreche. Neue Ereignisse, die den Aktienmarkt überraschten, um das aktuelle Anstiegsmomentum aufrechterhalten zu können, seien derzeit nicht erkennbar. Bielmeier hält vielmehr eine Konsolidierung für möglich. Die DZ Bank senkte daher die Aktienquote radikal: von 26 Prozent auf null.
Wir teilen den extremen Pessimismus zwar nicht, Anleger tun jedoch gut daran, ihr Depot zumindest ein Stück weit abzusichern: Dazu eignet sich ein DAX-Reverse-Bonuszertifikat von UBS. Das Papier sieht eine Rückzahlung von 65 Euro je Stück vor, wenn der DAX bis zum Bewertungstag am 16. Dezember 2016 niemals auf oder über der Barriere von 12 000 Punkten notiert. Auf Basis des aktuellen Kurses des Bonuszertifikats entspricht das einer Bonusrendite von 9,4 Prozent oder annualisiert 26,7 Prozent. Wird die Barriere während der Laufzeit hingegen verletzt, ist am Ende die Zahlung der Differenz aus dem Reversekurs, der bei 15 000 Punkten liegt, und dem dann gültigen Indexstand - unter Berücksichtigung des Bezugsverhältnisses von eins zu 100 - vorgesehen.
Hohe Verluste können also die Folge sein: Reißt der DAX die Barriere und notiert am Bewertungstag etwa bei 12 200 Zählern, kämen nur noch 28 Euro zur Rückzahlung (15 000 minus 12 200, geteilt durch 100). Das entspricht einem Minus von 53 Prozent. Um diesem Szenario vorzubeugen, sollten Anleger nach dem Einstieg einen Stopp platzieren.
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