Seit seinem Ein-Monats-Hoch bei 13.399 Punkten vom vorigen Mittwoch befindet sich der DAX in einem anhaltenden Konsolidierungskurs. Damit sich daraus nicht eine neuerliche Baisse-Welle entwickelt, sollten wichtige Unterstützungen behauptet werden. Diese liegen insbesondere zwischen etwa 12.800 und 12.940 Punkten. Auf dem Niveau befinden sich sowohl das 50- als auch das 61,8-Prozent-Fibonacci-Retracement der jüngsten Aufwärtswelle (14. bis 20. Juli) als auch die kurzfristig bedeutende 21-Tage-Linie. Darunter würde ein Rückfall zum zyklischen Tief drohen.

Widerstände nach oben gibt es zuhauf. So scheiterte der DAX wiederholt daran, einen Tagessschlusskurs über der bei aktuell 13.240 Punkten verlaufenden 38-Tage-Linie zu schaffen. Über der 13.400er-Hürde wäre dann der 55-Tage-Durchschnitt um 13.515 Zähler eine relevante Barriere. Zumindest die Juni-Juli-Abwärtswelle wäre aus Fibonacci-Sicht beendet, wenn der Index über das 61,8-Prozent-Retracement bei 13.823 Zähler steigt. Der seit Jahresbeginn etablierte Abwärtstrend verläuft derzeit im Bereich der 14.200er-Marke.

Beim 1. Juli empfohlenen DAX-Inliner SN0U50 bieten sich baldige Gewinnmitnahmen an, denn der bis Mitte August laufende Schein hat mit plus 31 Prozent sein Potenzial nahezu ausgeschöpft. Bei inzwischen wieder plus drei Prozent notiert der Ende Juni vorgestellte DAX-Capped-Put VX9HX6 (siehe Tabelle). Weitere Gewinne von 13 Prozent sind drin, wenn der DAX am 21. Oktober bei maximal 14.500 Punkten notiert. Ein fester Stopp wird weiter nicht platziert. Wir achten auf den bei derzeit 14.645 Zählern fallenden 200-Tage-Durchschnitt.

Name DAX-Inliner
WKN VX9HX6
Kaufkurs 4,29 €
Aktueller Kurs 4,41 € / 4,42 €
Basis/Cap 15.000 Pkt. / 14.500 Pkt.
Laufzeit 21.10.22
Stoppkurs -


Empfehlungen auf Basis charttechnischer Signale. In Einzelfällen sind Abweichungen zur fundamentalen Einschätzung möglich.

Stefan Mayriedl schreibt seit 1997 über die Finanzmärkte und gehört zum festen Autorenstamm von BÖRSE ONLINE. Der diplomierte Volkswirt hat sich auf Charttechnik und Derivate spezialisiert. Seit 2010 ist er zudem Chefredakteur des Börsenbriefs smartanlegen.

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