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Der Morgen kompakt: Elf Dinge, die Anleger heute Morgen wissen müssen

Der Morgen kompakt: Elf Dinge, die Anleger heute Morgen wissen müssen

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23.08.2019 - 19:22
18.07.2019 07:24:43

Welche Themen sind am Donnerstag Morgen wichtig für die Finanzmärkte? Heute unter anderem im Blick: Der BMW-Aufsichtsrat kommt heute im US-Werk in Spartanburg zusammen, um über einen Nachfolger für den bisherigen Amtsinhaber Harald Krüger zu entscheiden, die Allianz wird in den Ausbau des Glasfasernetzes für schnelles Internet in Niederösterreich investieren und die Zusammenarbeit von Wirecard mit dem japanischen Technologie-Investor Softbank trägt erste Früchte.

* KLIMA/CO2-ABGABE: Kanzleramtschef Helge Braun will Deutschland zum Vorreiter des Klimaschutzes in der EU machen. "Deutschland wird Vorbild sein", kündigte der CDU-Politiker vor der Sitzung des Klimakabinetts im Interview der Nachrichtenagentur Reuters an. Braun sagte, dass er fest mit einer CO2-Bepreisung rechne, um die deutschen Klimaschutzziele bis 2030 zu erreichen. Die Entscheidung sei zwar noch nicht gefallen. "Aber ich rechne fest damit, dass wir ein Modell der CO2-Bepreisung am Ende im Gesamtkorb 'Einhaltung der Klimaziele' haben werden." Zudem setzte er sich für ehrgeizigere Klimaschutzziele der EU ein. Am Abend soll in Berlin das sogenannte Klimakabinett zusammentreten. Dabei wird es nach Angaben von Braun zunächst darum gehen, die verschiedenen vorgelegten Gutachten zu diskutieren, die sowohl Vorschläge über Wege der CO2-Bepreisung als auch soziale Ausgleichsmaßnahmen enthalten.

* BMW bekommt einen neuen Chef. Der Aufsichtsrat des Autobauers kommt heute im US-Werk in Spartanburg zusammen, um über einen Nachfolger für den bisherigen Amtsinhaber Harald Krüger zu entscheiden. Als Favorit gilt Produktionsvorstand Oliver Zipse. Ihm trauen Insider zu, den Oberklassehersteller aus München fit für den Wandel der Mobilität zu machen. Der 55-Jährige gilt als besonders durchsetzungsfähig. Als weitere Kandidaten für den Vorstandsvorsitz sind Entwicklungschef Klaus Fröhlich und Finanzvorstand Nicolas Peter im Rennen.

* SAP - Abfindungen für Tausende ausscheidende Mitarbeiter und Übernahmekosten haben den Gewinn des Softwarekonzerns im zweiten Quartal gedrückt. Das Betriebsergebnis sank von April bis Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um gut ein Fünftel auf 827 Millionen Euro. Auch die Auszahlung von Aktienboni an Beschäftigte des zuletzt gekauften milliardenteuren Unternehmens Qualtrics nagten am Ergebnis. Bereinigt um solche Sonderfaktoren verbesserte sich der operative Gewinn hingegen um elf Prozent auf 1,82 Milliarden Euro und lag damit etwas unter der Erwartung von Analysten. Ebenso stark legte der bereinigte Umsatz auf 6,6 Milliarden Euro zu - hierbei blieb das Geschäft mit Cloud-Software aus dem Internet mit einem Plus von 40 Prozent der Wachstumstreiber.

* LUFTHANSA - Die mit Streik drohende Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO hat dem "Handelsblatt" zufolge keinen ordnungsgemäßen Vorstand. Das Amtsgericht Darmstadt habe die Berufung von zwei der drei Vorstände für unwirksam erklärt, berichtet die Zeitung unter Berufung auf ein Schreiben des Gerichts. Der für die Ernennung zuständige Beirat sei nicht ordnungsgemäß einberufen worden. Damit dürfte dem Bericht zufolge auch der Streikaufruf von UFO an die Kabinenmitarbeiter von Lufthansa und Eurowings unwirksam sein.

* Die ALLIANZ wird in den Ausbau des Glasfasernetzes für schnelles Internet in Niederösterreich investieren. Allianz Capital Partners habe von der Niederösterreichische Breitband-Holding den Zuschlag für den gemeinsamen Ausbau des Breitbandnetzes in ländlichen Regionen Niederösterreichs erhalten, teilte der Versicherer mit. Ziel sei es, ungefähr 100.000 Haushalte zwischen 2020 und 2022 mit Glasfaserkabel zu versorgen. Das Investitionsvolumen belaufe sich auf rund 300 Millionen Euro.

* WIRECARD - Die Zusammenarbeit des Zahlungsdienstleisters mit dem japanischen Technologie-Investor SOFTBANK trägt erste Früchte. Wirecard entwickelt für den Online-Gebrauchtwagenhändler Auto1 ("wirkaufendeinauto.de") Finanzierungsangebote für Händler und Verbraucher, wie Wirecard am Donnerstag bekanntgab. Softbank hatte vor eineinhalb Jahren 460 Millionen Euro in Auto1 gesteckt.

* HEIDELBERGER Druck - Der Druckmaschinenbauer Heidelberger muss schon nach den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres Abstriche an der Gewinnprognose machen. Unter dem Strich werde 2019/20 (per Ende März) nur noch eine schwarze Null stehen, räumte der Konzern ein. Noch im Juni hatte er ein Ergebnis auf dem Vorjahresniveau von 21 Millionen Euro in Aussicht gestellt, doch schon nach dem ersten Quartal stehen 31 (Vorjahr: minus 15) Millionen Euro Verlust zu Buche.

* EBAY - Der amerikanische Online-Händler hat Anleger trotz eines Gewinnrückgangs im zweiten Quartal mit seinen Zahlen erfreut. Im Berichtszeitraum sei das Nettoergebnis auf 403 Millionen Dollar von 638 Millionen Dollar gefallen, teilt das Unternehmen mit. Der Umsatz stieg hingegen um rund zwei Prozent auf 2,69 Milliarden Dollar.

* NETFLIX - Das US-Filmportal hat mit seinen Abonnentenzahlen die Märkte enttäuscht und seine Aktien auf Talfahrt geschickt. Das Unternehmen gewann nach eigenen Angaben im zweiten Quartal weltweit nur 2,7 Millionen neue Nutzer hinzu. Analysten hatten mit 5,05 Millionen Abonnenten weltweit gerechnet. Im Berichtsquartal fiel der Nettogewinn auf 270,7 Millionen Dollar von 384,3 Millionen im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz verbesserte sich auf 4,92 Milliarden Dollar von 3,91 Milliarden Dollar. Netflix begründete die schwachen Abozahlen mit den Preiserhöhungen in einigen seiner wichtigsten Märkte.

* QUALCOMM - Dem weltgrößten Chip-Hersteller droht nach Aussage von Insidern erneut eine EU-Strafe wegen Wettbewerbsverstößen. Die EU werde die Strafe gegen den Konzern möglicherweise bereits heute verhängen, hieß es. Grund sei, dass das Unternehmen vor über einem Jahrzehnt versucht habe, mit Dumpingpreisen den Rivalen Icera vom Markt zu verdrängen. Die EU-Kommission hatte Qualcomm vor einem Jahr bereits eine Strafzahlung von knapp einer Milliarde Euro auferlegt, weil der Konzern den iPhone-Hersteller Apple dafür bezahlte, dass er nur Qualcomm-Chips verwendete.

* IBM - Der weltgrößte IT-Dienstleister hat im zweiten Quartal von seinem Cloud-Geschäft profitiert. Der Gewinn stieg auf 2,50 Milliarden Dollar von 2,40 Milliarden Dollar im gleichen Vorjahreszeitraum. Die Zahl lag über den Erwartungen der Analysten. Der Umsatz ging dagegen um rund vier Prozent auf 19,16 Milliarden Dollar zurück.

rtr

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Bildquelle: Julian Mezger für Finanzen Verlag

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