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Der Morgen kompakt: Elf Themen, die Anleger heute Morgen wissen sollten

Der Morgen kompakt: Elf Themen, die Anleger heute Morgen wissen sollten
25.09.2020 07:10:00

Welche Themen sind am Freitagmorgen wichtig für die Finanzmärkte? Heute unter anderem im Blick: Angesichts wieder zunehmender Reisewarnungen in der Corona-Krise sieht die deutsche Tourismusbranche ihr Überleben in Gefahr und äußert Kritik an der Bundesregierung, bei den Glyphosat-Vergleichen in den USA gibt es laut Anwälten von Bayer und der Kläger Fortschritte und Novavax hat nach eigener Auskunft eine Spätphasen-Studie für seinen Corona-Impfstoff gestartet.

* CORONAVIRUS - In Deutschland steigt die Zahl der Positiv-Tests nach Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) um 2153 auf 280.223. Weitere 15 Menschen sind gestorben, die positiv getestet wurden. Damit wächst die Zahl der Todesfälle auf 9443. In Frankreich breitet sich das Virus weiter stark aus. Das Gesundheitsministerium registriert 16.096 Neuinfektionen binnen eines Tages. Insgesamt haben sich nachweislich 497.237 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der Todesopfer erhöhte sich um 52 auf 31.511. In den USA sind mittlerweile in mehr als sieben Millionen Fällen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das ergeben Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters. Die Zahl entspricht mehr als 20 Prozent der weltweiten Positiv-Tests.

* CORONAVIRUS/WIRTSCHAFT - Angesichts wieder zunehmender Reisewarnungen in der Corona-Krise sieht die deutsche Tourismusbranche ihr Überleben in Gefahr und äußert Kritik an der Bundesregierung. "Die Situation in der Reisewirtschaft ist existenzbedrohend", sagte der Präsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV), Norbert Fiebig, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Bundesregierung steuere die Reisewirtschaft in einen "zweiten sektoralen Lockdown". Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer, warnt angesichts steigender Infektionszahlen davor, dass weiter Produktions- und Geschäftsausfälle Unternehmen in ihrer Existenz gefährden, und ruft die Politik zu "Beschränkungen mit Augenmaß" auf. "Ausbleibende Umsätze sorgen vielfach weiterhin für Finanzierungsprobleme", sagt er der "Rheinischen Post".

* BAYER - Bei den Glyphosat-Vergleichen in den USA gibt es laut Anwälten des Chemie- und Pharmakonzerns Bayer und der Kläger Fortschritte. Die juristischen Vertreter beider Seiten erklärten vor Gericht, dass sie Tausende weiterer Klagen im Zusammenhang mit der angeblich krebserregenden Wirkung des glyphosathaltigen Unkrautvernichters Roundup beilegten. Damit dürften die Chancen steigen, dass der Rechtsstreit mit dem elf Milliarden Dollar schweren Vergleichspaket beendet werden könnte. Mediator Ken Feinberg zeigte sich zuversichtlich: Sein "Optimismus kenne keine Grenzen".

* BMW - Der Autobauer und zwei seiner US-Töchter haben sich in den USA auf einen Vergleich mit der Börsenaufsicht SEC geeinigt, der eine Strafzahlung in Millionenhöhe vorsieht. Mit einer Geldbuße von 18 Millionen Dollar werde der Streit beigelegt, teilte die SEC mit. Die Behörde wirft BMW vor, Verkaufszahlungen im Zusammenhang mit der Emission eines milliardenschweren Firmenbonds in den USA geschönt zu haben.

* TIKTOK - Die Regierung in Washington ist von einem US-Gericht dazu verpflichtet worden, ein Verbot der Kurzvideo-Plattform Tiktok bis Freitag schriftlich zu begründen oder aber zu verschieben. Tiktok war gegen die Anordnung der US-Regierung vorgegangen, die App des Unternehmens aus dem Angebot von Apple und Google zu verbannen und damit ein Herunterladen in den USA zu verhindern. Die Plattform, die der chinesischen Firma Bytedance gehört, stellte einen entsprechenden Antrag.

* NOVAVAX - Das US-Biotechunternehmen hat nach eigener Auskunft eine Spätphasen-Studie für seinen Corona-Impfstoff gestartet. Novavax-Aktien legten nach Bekanntgabe des Studienbeginns im nachbörslichen Handel um sechs Prozent zu.

* USA - Vom billionenschweren Corona-Hilfspaket des US-Kongresses sind bis zu 380 Milliarden Dollar noch nicht genutzt worden. Diese Zahl nannten Notenbankchef Jerome Powell und Finanzminister Steven Mnuchin in einer gemeinsamen Anhörung vor dem Bankenausschuss des Senats.

* USA - Die Demokraten im Repräsentantenhaus arbeiten an einem Programm zur Ankurbelung der Konjunktur im Volumen von 2,2 Billionen Dollar. Darüber könne kommende Woche abgestimmt werden, sagte der Abgeordnete Richard Neal.

* USA/WAHL - Nach den unklaren Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zur Amtsübergabe im Fall einer Wahlniederlage bemüht sich das Weiße Haus um Klarstellung. "Der Präsident wird die Ergebnisse einer freien und fairen Wahl akzeptieren", erklärte Präsidialamtssprecherin Kayleigh McEnany auf Nachfrage von Journalisten. Trump hatte ausweichend auf die Frage geantwortet, ob er bei einem Sieg seines demokratischen Rivalen Joe Biden für eine friedliche Amtsübergabe sorgen werde. "Wir werden sehen, was passiert", sagte er.

* USA/IRAN - Die USA belegen den Iran mit neuen Sanktionen wegen massiver Verstöße gegen die Menschenrechte. Betroffen seien unter anderem Vertreter der Islamischen Republik, Behörden und Haftanstalten, teilte das amerikanische Außenministeriummit. Auch ein Richter sei mit Strafmaßnahmen belegt worden. Dieser sei in den Fall eines 27-jährigen Ringers involviert gewesen sei, der hingerichtet wurde.

* BRASILIEN/UMFRAGE - Trotz Corona-Krise wächst die Zustimmung für Brasiliens Präsidenten Jair Bolsonaro. Rund 40 Prozent der Bevölkerung bewerten seine Amtsführung gut oder sogar großartig, wie aus einer Erhebung des Meinungsforschungsinsituts Ibope hervorgeht. Im Dezember betrug der Anteil nur 29 Prozent. Schlecht oder fürchterlich bezeichneten 29 Prozent der Befragten seinen Stil nach 38 Prozent in der vorherigen Umfrage.

rtr

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