* WIRECARD - Nach den jüngsten Entwicklungen erweiterte die Finanzaufsicht BaFin ihre Strafanzeige gegen den Zahlungsabwickler wegen des Verdachts der Marktmanipulation. "Wir haben eine Nachtrags-Anzeige bei der Staatsanwaltschaft München I wegen des Verdachts der Marktmanipulation erstattet", sagte eine BaFin-Sprecherin. "Die Ad-hoc-Mitteilung der Wirecard AG vom 22. Juni 2020 verstärkt den Verdacht, dass die bilanzielle Darstellung zu Umsatzerlösen und Vermögensgegenständen in den Geschäftsberichten (zum 31.12.2016, 31.12.2017 und 31.12.2018) unrichtig war."

* CORONAVIRUS - Nach dem Ausbruch des Virus unter Beschäftigten eines Schlachthofes vom Fleischverarbeiter Tönnies in Nordrhein-Westfalen ist nun auch ein Betrieb der für die Marke Wiesenhof bekannten PHW-Gruppe betroffen. Beim Test von 50 Personen aus dem Betrieb im niedersächsischen Wildeshausen habe es bei 23 ein positives Ergebnis gegeben, teilte der Landkreis Oldenburg mit. Das Unternehmen Geestland Putenspezialitäten (GPS), das den Schlachthof führt, kündigte an, dass nun alle 1100 Mitarbeiter auf Covid-19 getestet werden sollen. Die Ergebnisse sollten bis Freitag vorliegen. GPS gehört mehrheitlich der PHW-Gruppe.

* Die DAIMLER-Tochter Mercedes-Benz und der US-Chipentwickler Nvidia gehen eine Kooperation beim automatisierten Fahren ein. Ab 2024 sollen alle neuen Fahrzeuge mit Computern des US-Konzerns ausgestattet werden, wie der Stuttgarter Autobauer mitteilt.

* VOLKSWAGEN - Der Autobauer ist Insidern zufolge in Übernahmegesprächen mit dem französischen Autovermieter Europcar. Volkswagen habe sich an Europcar gewandt, um sein Interesse an einer Übernahme zum Ausdruck zu bringen, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person.

* DEUTSCHE TELEKOM - Die Telekom-Tochter T-MOBILE US will ihre von Softbank gehaltenen Aktien zu 103 Dollar je Anteilsschein verkaufen. Der japanische Technologieinvestor Softbank will einen Großteil seines Anteils an dem US-Mobilfunker verkaufen.


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* QIAGEN - Dem Biotechunternehmen winkt ein Millionengewinn durch den Verkauf einer amerikanischen Beteiligung. Qiagen will einen Anteil von acht Prozent an der auf Genomanalyse spezialisierten US-Firma ArcherDX im Zuge des Zusammenschlusses von ArcherDX mit Invitae abstoßen, wie das Unternehmen mitteilte. Der Veräußerungsgewinn vor Steuern könne sich auf rund 120 Millionen Dollar belaufen. Qiagen hält die Beteiligung an ArcherDX seit dem Jahr 2015.

* WALL STEET - Banker und Wertpapierhändler in New York müssen sich wegen der Coronavirus-Pandemie wohl auf ein finanziell schlechtes Jahr gefasst machen. Die Bonuszahlungen an der Wall Street werden wahrscheinlich um 15 bis 20 Prozent verglichen mit 2019 sinken, wie ein Bericht des Vergütungsberaters Johnson Associates zeigt. Zudem müssten die Mitarbeiter der Wall-Street-Banken mit massiven Stellenstreichungen rechnen.

* METALL ZUG - Die Schweizer Börse SIX erhält ihren zweiten Neuzugang in diesem Jahr. Die Aktien des Haushaltsgeräte-Herstellers V-Zug sollen am Donnerstag erstmals am Parkett gehandelt werden. Die Aktionäre des Mischkonzerns Metall Zug erhalten im Zuge der Abspaltung für eine Namensaktie A einen V-Zug-Titel und für eine Namensaktie B zehn V-Zug-Anteile, wie Metall Zug mitteilte. Metall Zug bleibt mit 30 Prozent an V-Zug beteiligt.

* GROSSBRITANNIEN und die EU liegen Insidern zufolge hinter dem Zeitplan bei den Gesprächen, die britischen Banken ab 2021 den Zugang zum EU-Markt für Finanzdienstleistungen gewähren sollen. Die bis Ende Juni gesetzte Frist für eine Bewertung der zukünftigen britischen Vorschriften werde nicht eingehalten, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters aus Kreisen der EU-Kommission. Man habe den britischen Behörden Fragebögen zu 28 Bereichen geschickt, sagte eine Person, die namentlich nicht genannt werden wollte. "Großbritannien hat bislang die meisten Fragebögen nicht beantwortet." Das Finanzministerium in London nahm zu den Angaben zunächst nicht Stellung.

* USA/TRUMP - Twitter hat erneut einen Tweet von US-Präsident Donald Trump mit einen Warnhinweis versehen. Der US-Konzern verbarg die Botschaft hinter einem Link, so dass der Inhalt nur nach einem Mausklick sichtbar wird. Trump hatte in dem Tweet erklärt, es werde in der Hauptstadt Washington niemals eine autonome Zone geben wie in Seattle, so lange er Präsident sei. "Wenn sie es versuchen, wird man sich ihnen mit ernster Gewalt entgegenstellen." Twitter erklärte, es handle sich um eine Gewaltandrohung gegen eine klar identifizierbare Gruppe. Entsprechend habe man hier das Verfahren für Tweets von öffentlichem Interesse ("public interest") angewandt. Entsprechende Botschaften würden unter anderen Umständen möglicherweise gelöscht.

* USA/TRUPPENABZUG - Mehrere republikanische US-Abgeordnete haben ihren Parteikollegen Donald Trump zu einem Verzicht auf den geplanten Truppenabzug aus Deutschland aufgefordert. Die US-Soldaten dort dienten den strategischen Interessen der USA über Europa hinaus bis in den Nahen Osten und Afrika, hieß es in dem Schreiben von sechs Mitgliedern des Auswärtigen Ausschusses im Repräsentantenhaus. In diesen Regionen weite sich der Einfluss Chinas und Russlands aus. Eine Stellungnahme des Präsidialamts lag zunächst nicht vor.

rtr