* KLIMA - Die G20-Länder wollen sich auf dem G20-Gipfel in Rom zu ehrgeizigeren Klimazielen bekennen als bisher. "Wir erkennen an, dass die Auswirkungen des Klimawandels bei 1,5 Grad viel geringer sind als bei zwei Grad und dass sofortige Maßnahmen ergriffen werden müssen, um 1,5 Grad in Reichweite zu halten", heißt es in einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Entwurf der Gipfelerklärung. "Wir verpflichten uns, die existenzielle Herausforderung des Klimawandels zu bewältigen". Es bleibt aber strittig, bis zu welchem Jahr Klimaneutralität erreicht werden soll.

* APPLE - Die weltweiten Lieferengpässe verderben Apple das Geschäft. Die Lage werde sich im Weihnachtsgeschäft noch mal verschärfen, sagte Firmenchef Tim Cook Reuters. Die Chipkrise schlage inzwischen auf die meisten Produkte von Apple durch. Im vierten Geschäftsquartal zum 25. September kletterten die Erlöse um 29 Prozent auf 83,4 Milliarden Dollar. Für das laufende Quartal erwartet Cook weitere Zuwächse. Die Apple-Aktie verlor nachbörslich fünf Prozent.

* AMAZON - Lieferschwierigkeiten und fehlende Arbeitskräfte belasten die Geschäfte des weltgrößten Online-Händlers. Wegen zunehmender Kosten lande man im vierten Quartal im schlimmsten Fall operativ an der Gewinnschwelle, im besten Fall gebe es einen Betriebsgewinn von drei Milliarden Dollar, teilte der Konzern mit. Das liegt deutlich unter den 6,9 Milliarden Dollar aus dem Vorjahreszeitraum. Auch das abgelaufene Quartal lief nicht ganz so gut wie von den Experten gedacht. Die Amazon-Aktie verlor nachbörslich vier Prozent.

* FACEBOOK - Der Konzern will sich umbenennen und künftig "Meta" heißen. Es gehe darum, das nächste Kapitel zu schreiben, sagte Firmengründer Mark Zuckerberg. Der Konzern steht unter Druck: Regulierer und Politiker weltweit wollen seine Marktmacht eindämmen und Falschinformationen und Hassrede einen Riegel vorschieben. Eine Umfirmierung könnte es dem weltgrößten Internet-Netzwerk mit 2,9 Milliarden Nutzern erleichtern, sein Image aufzupolieren und sich von schlechten Nachrichten rund um seine Plattformen wie Facebook, WhatsApp und Instagram zu distanzieren.

* DAIMLER - Die große Mehrheit der Lieferanten von Daimler und Porsche leistet dem Diktat der Autobauer zu CO2-Neutralität Folge. "Es haben jetzt schon drei Viertel der Lieferanten signalisiert, da machen wir mit", sagte Daimler-Chef Ola Källenius bei einer Konferenz der Wochenzeitung "Die Zeit". Der Stuttgarter Autobauer hat seine Zulieferer aufgefordert, bis 2039 - so wie er selbst schon viel frührer - klimaneutral zu produzieren.

* ZOOPLUS - Der Hedgefonds Davidson Kempner hat sich bei dem Übernahmekandidaten eingekauft. Der Fonds hält direkt 2,84 Prozent an dem Online-Tierfutterhändler und hat sich weitere 2,32 Prozent über Derivate gesichert, wie aus einer Stimmrechtsmitteilung hervorgeht. Die Finanzinvestoren Hellman & Friedman und EQT bieten zusammen 3,7 Milliarden Euro für Zooplus.

* WACKER NEUSON blickt nach einem deutlichen Plus bei Umsatz und Gewinn optimistischer auf das Gesamtjahr. Das Unternehmen hob seine Umsatzprognose auf 1,775 bis 1,825 Milliarden Euro an, 25 Millionen Euro mehr als bislang. Auch die Gewinnmarge dürfte mit 9,3 bis 9,7 Prozent höher ausfallen. Im dritten Quartal schnellte der Umsatz um gut 70 Millionen auf 461,4 Millionen Euro nach oben, der Gewinn verdoppelte sich in etwa auf 44,7 Millionen Euro. Gebremst worden sei das Wachstum von fehlendem Material und Produktionsunterbrechungen.

* CHINA EVERGRANDE - Das angeschlagene chinesische Immobilienkonzern hat offenbar eine weitere fällige Zahlung geleistet. Wie die "New York Times" berichtet, hat Evergrande die am Freitag, den 29. Oktober, fälligen Zinsen gezahlt und damit einen weiteren Zahlungsausfall abgewendet. Dabei handle es sich um eine Kuponzahlung in Höhe von 47,5 Millionen Dollar, die eigentlich schon am 29. September für eine Anleihe fällig war. Die Nachreichefrist wäre an diesem Freitag ausgelaufen. Die Zahlung erfolgte, nachdem Evergrande vergangene Woche bereits einen kostspieligen Zahlungsausfall knapp abwenden konnte, indem das Unternehmen 83,5 Millionen Dollar an Kuponzahlungen auf ein Treuhandkonto überwies.

* HEIDELBERGER DRUCKMASCHINEN - Der scheidende Vorstandschef von Carl Zeiss Meditec , Ludwin Monz, wird neuer Chef des Maschinenbauers. Der Aufsichtsrat habe Monz (58) als Nachfolger von Rainer Hundsdörfer (65) zum neuen Vorstandschef bestellt, so das Unternehmen. Monz werde sein Amt zum 1. April 2022 übernehmen.

* HOLCIM - Beim Zementkonzern hält der gute Lauf an. Der Weltmarktführer hob eigenen Angaben zufolge zum dritten Mal in diesem Jahr die Prognose an. Neu rechnet das Schweizer Unternehmen für 2021 mit einem Wachstum des bereinigten operativen Gewinns (wiederkehrendes Ebit) von mindestens 22 Prozent. Bisher hatte Holcim ein Plus von mindestens 18 Prozent angepeilt.

* OMV trennt sich für 320 Millionen Dollar von seiner Beteiligung am norwegischen Ölfeld Wisting. Mit Lundin Energy habe man sich über den Verkauf des 25-Prozent-Anteils geeinigt.

* BOSCH baut wegen der hohen Nachfrage nach Computerchips seine Halbleiterwerke aus. Das Unternehmen will im kommenden Jahr mehr als 400 Millionen Euro investieren, den größten Teil davon in den Aufbau der neuen Chip-Fabrik in Dresden.

* JAPAN - Die japanische Industrie ist im September den dritten Monat in Folge wegen globaler Lieferengpässe gesunken. Die Industrieproduktion brach um 5,4 Prozent gegenüber dem Vormonat ein, wie aus offiziellen Daten der Regierung hervorging. Damit schrumpfte die Produktion weiter, nachdem sie bereits im August um 3,6 Prozent und im Juli um 1,5 Prozent sank. Es war der stärkste Rückgang gegenüber dem Vormonat seit einem Minus von 6,5 Prozent im Mai dieses Jahres und weitaus schwächer als der in einer Reuters-Umfrage von Wirtschaftsexperten prognostizierte Verlust von 3,2 Prozent. Die Verluste lassen sich vor allem auf den Rückgang der Auto- und Maschinenproduktion zurückführen.

* USA - Das amerikanische Repräsentantenhaus hat sich dazu entschieden, die Abstimmung über ein Infrastrukturgesetz zu verschieben. Laut der Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, hätten einige Demokraten darauf bestanden, nicht dafür zu stimmen, wenn sie nicht auch über ein separates Sozial- und Klimapaket in Höhe von 1,75 Billionen Dollar abstimmen könnten. "Die gute Nachricht ist, dass die meisten Abgeordneten, die heute nicht bereit waren, mit Ja zu stimmen, sich bereit erklärt haben, das Infrastrukturgesetz zu unterstützen", sagte Pelosi, in einer Erklärung an ihre demokratischen Kollegen.

* G20 - Eine Gruppe ehemaliger Staats- und Regierungschefs hat in einem Brief an den italienischen Ministerpräsidenten Mario Draghi von den G20-Ländern eine bessere Umverteilung von Impfstoffen gefordert. Wie aus dem Brief hervorging, werden die USA, die Europäische Union, Großbritannien und Kanada bis Ende des Monats 240 Millionen unbenutzte Impfstoffe angehäuft haben, die in anderen Ländern dringender gebraucht werden. "Es wäre unethisch, all diese Impfstoffe zu verschwenden, wo es doch weltweit jeden Tag 10.000 Todesfälle durch Covid-19 gibt, von denen viele verhindert werden könnten", hieß es in dem Schreiben, zu dessen Unterzeichnern auch der ehemalige UN-Generalsekretär Ban Ki-moon, der ehemalige britische Premierminister Gordon Brown und der ehemalige brasilianische Präsident Fernando Cardoso gehören.

* USA - Präsident Joe Biden könnte mit leeren Händen zur Weltklimakonferenz kommen. Ihm ist es bislang nicht gelungen, seine umfangreichen Klimaschutz-Maßnahmen in trockene Tücher zu bringen. Biden sagte am Donnerstag zwar, seine Demokraten hätten sich auf ein historisches Paket im Volumen von 1,75 Billionen Dollar geeinigt. Allerdings gibt es noch Widerstand.

rtr